News - Ab Januar 2010

18.Juli 2010

Islandpulli Treffen

Manche machen ein Islandpferde Treffen, wir machten ein Islandpulli Treffen!
Nach einem wunderschönen letzten Ausritt versammelten wir unsere Gäste (Austurdalur Tour und "Reiten & Erleben") am gestrigen Abend zu einer Grillparty in unserer neuen "Hofbragga". Da es in Island natürlich keine Hitzewelle gibt, fanden wir uns alle warm gekleidet zum gemeinsamen Abendessen ein. Was ist da besser, als ein handgestrickter Wollpullover aus echt isländischer Schafwolle. So läßt sich eine Grillparty bei etwa 10°Celsius gut überstehen. Anschliessend beschlossen wir ein Gruppenfoto im Abendlicht zu machen, um unserem schönen Isipulli Treffen ein Andenken zu setzen. Die meisten der Pullis stammt von den Stricknadeln unserer Strickerin Lauga, die wie in jedem Winter wieder fleissig die Nadeln hat klappern lassen. Svenni hielt allerdings seinem Image im gelben Lýtingsstaðir Pullover die Treue. Ein schöner Kontrast inmitten der bunten und vielfältigen Islandpullis.

Morgen beginnt unsere diesjährige Saga Tour, die uns u.a. ins schöne Vesturdalur führen wird. Außerdem erwarten wir Gäste zu unserm Reiten & Erleben Programm, welches auch in diesem Jahr wieder auf viel Resonanz gestoßen ist.
Neben den Reittouren haben wir auch wieder sehr viele Tagesgäste, die an ein- oder mehrstündigen Ausritten teilnehmen.
Dieser Tage haben somit alle Zwei- und Vierbeiner alle Hände und Hufe voll zu tun.

09.Juli 2010

Alles auf Hochtouren

Wieder einmal plagt mich das schlechte Gewissen, dass momentan so selten neue Berichte an dieser Stelle erscheinen. Das liegt in keinem Falle daran, dass es nichts zu berichten gäbe, sondern allein an der Tatsache, dass unsere Tage so vollgestopft sind mit Erlebnissen und Arbeit, dass die Pflege der Homepage täglich auf´s Neue von mir zurück gestellt werden musste, um alles zu bewältigen.
Also womit soll ich anfangen? Die Fohlen! Vorgestern ist das vorletzte Fohlen zur Welt gekommen, nun warten wir nur noch auf das Fohlen von Ósk. Wir sind sehr stolz auf unsere farbenprächtige Fohlenherde, in der sich Jörfi zum letzten Mal als Vater mit seiner Farbe und sicher auch mit seinem Charakter durchgesetzt hat. Neben den Jörfifohlen haben wir das prächtige Stutfohlen aus unserer Elitestute Veiga und Fróði frá Staðartungu (Elitehengst), die unter den Fohlen heraussticht. Unsere Elitestute Kvika und ihre Tochter Vænting (V: Tindur frá Varmalæk) haben beide wunderschöne Stutfohlen von Roði frá Garði bekommen, der am vergangenen Wochenende auf der Zuchtschau in Vindheimamelar seine Körnote nocheinmal verbesserte. (Gesamt 8,38. Gebäude 8,46. Reiteigenschaften 8,33 davon 9 für Tölt, Temperament und Charakter, 9,5 für Trab). Wir freuen uns riesig über diese tollen Stutfohlen.
Apropos Jörfi: er ist in diesem Jahr einer der beliebtesten Reitpferde. Wen wunderts? ;-)

Seit Anfang Juni ist unsere Reittouren Saison in vollem Gange. Wir haben wunderschöne Tage und Stunden im Sattel verbracht, im Schein der Mittsommersonne, im warmen Sonnenschein, im kalten Wind und nassen Regen und gestern erlebten unsere Gäste bei einem abendlichen Ritt im Vesturdalur den Reiz des isländischen Nebels, der die Blicke verschleiert und Elfen und Trolle an den Wegrand zaubert.
Vor uns liegen weitere abwechslungsreiche Wochen mit Ritten in die nähere Umgebung, ins Austurdalur und Vesturdalur, sowie ins Hochland.

Wie sich wahrscheinlich schon überall herumgesprochen hat, grasiert in Island ein Pferdehusten, der wahrscheinlich durch einen Virus ausgelöst wird. Wohl jedes Pferd in Island ist mittlerweile von diesem Virus befallen, das Krankheitsbild fällt jedoch sehr unterschiedlich stark aus. Viele im Winter trainierten Turnier- und Zuchtpferde litten teilweise an sehr starkem Husten, weswegen Anfang Juni das diesjährige Landsmót abgesagt wurde. Wir haben unsere geplante Landsmótwoche aus diesem Grunde durch ein Alternativprogramm erweitert, haben ein paar schöne Ritte unternommen, sind in der Glerhallavík gewandert, haben ein Bad in Grettirs Schwimmbad genommen und besuchten gemeinsam den Zuchttag auf Vindheimamelar. An einem Abend bekamen wir eine sehr interessante und vor allem erfolgreiche Vorführung einer ostheopatischen Behandlung. August Hofmann, nicht nur bekannter Islandpferdezüchter (u.a. Týr vom Rappenhof), sondern auch einer der führenden Ostheopaten, behandelte unser beliebtes Reitpferd Náttfari. Dieser hatte Blockaden im Kiefer, im Hals und Rücken und tat diese mit einem immer stärker werdendem Kopfschlagen kund. Nach der Behandlung war Náttfari bereits am nächsten Tag wie ein ausgewechseltes Pferd. Das Kopfschlagen hatte ein Ende, sein toller Tölt ist wieder da. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis für uns alle.
Weiterhin hatten wir am Wochenende Besuch der deutschen Fotografin Kirsten Haarmann, die unseren Alltag intensiv begleitete und fotografierte. Es entstanden viele wunderschöne Aufnahmen, von denen wir viele bereits bewundern durften und in ein paar Wochen auch auf diesen Seiten präsentieren dürfen.
So wurde die Woche auch ohne Landsmót zu einem tollen Erlebnis für alle Gäste.

Wie in den vergangenen Jahren stehen uns auch in diesem Jahr wieder viele fleißige Helfer während der Sommersaison zur Seite. Darunter gibt es viele bekannte Gesichter, über die sich nicht nur wir, sondern auch unsere Stammgäste freuen. Im Juni unterstützten uns zum wiederholten Male Bella, Jasmin und Jessica. Im Juli stehen uns Corinne und Denise tatkräftig zur Seite. Im August freuen wir uns auf Manu und Maike aus dem "Stammteam". Neben den "alten Hasen" haben wir auch Unterstützung von neuen Mädels. Nachdem Mara im Frühjahr die Jungpferde trainierte, wurde sie von Jana und Laura abgelöst. Die beiden führen mit großer Souveränität unsere Stundenausritte für die Tagesgäste. Laura erweist sich außerdem als rechte Hand von Svenni bei der Heuernte, was der angehenden Landwirtschaftsstudentin sicher an Erfahrungen zu Gute kommen wird.

04.Juni 2010

Frühlingserwachen

Juni - die schönste Zeit des Jahres!
Die Sonne scheint fast rund um die Uhr, Wolken lassen sich dieser Tage nur selten am Himmel blicken. Die Abende bei gleißendem Sonnenlicht sind einfach unvergesslich schön. So langsam werden die Wiesen grüner, die Gräben sind leuchtend gelb mit Sumpfdotterblumen geschmückt. Die Schafe zieht es mit ihren Lämmern auf die Bergwiesen und am Hang sieht man sie nur noch als weiße Punkte leuchten.

Die Hälfte der Fohlen ist bereits geboren und wir freuen uns sehr darüber, dass uns Jörfi mit seinem letzten Fohlenjahrgang noch einmal eine äußerst bunte Fohlenherde beschert hat. Es gibt drei erdfarbene Stuten (von Maistjarna, Mýsla und Vordís) und einen erdfarbgescheckten Hengst von Rauðhetta. Unsere Elitestute Veiga hat uns ein Braunfalbstutfohlen gebracht, dessen Vater der elitegekörte Hengst Fróði frá Staðartungu ist. Auf die restlichen Fohlen werden wir wohl noch ein paar Tage oder Wochen warten müssen und so bleibt uns noch ein bisschen Spannung erhalten.

Unsere Hundefamilie hat sich nun schon ziemlich verkleinert. Drei Welpen haben wir bereits abgegeben und Anfang Juli wird der schokobraune Theo nach Norwegen fliegen. Die hübsche Blíða wird wohl bei uns hängenbleiben :-).

Im Mai hat unsere Reitsaison mit ersten Ausritten begonnen und seit Montag dieser Woche läuft unser erstes Programm für dieses Jahr, die Woche "Frühlingserwachen". Wir haben bereits schöne Ausritte unternommen, einen im Nebel, einen im unvergesslichen Abendlicht und die anderen bei strahlendem Sonnenschein und leichter Brise. Die Pferde werden jeden Tag flotter durch das sprießende Gras und die wachsende Kondition. So sind sie bestens gewappnet für die beginnende Reitsaison.

Der Vulkan gibt übrigens schon seit fast 2 Wochen Ruhe und momentan gibt es keinerlei Anlass zur Sorge, dass der Flugverkehr nach/von Island beeinträchtigt werde könne. Hoffen wir, dass er weiterhin still bleibt.

08.Mai 2010

Fohlen, Lämmer und Welpen

Es ist Mai, was für eine wunderschöne Zeit!
Der Frühling hat mit milden Temperaturen Einzug gehalten, auch wenn man immer noch mit ein paar kühlen Tagen und eventuellem Schnee und Frost rechnen kann. Die Tage sind nun wieder sehr lang und nachts wird es schon gar nicht mehr richtig dunkel. Das Gras fängt ganz zaghaft an zu sprießen. Endlich wieder Grün, ein Balsam für die Seele. Die Jungpferde sind seit ein paar Tagen aus dem Stall entlassen. Sie werden zwar noch etwas weiter trainiert, aber sie geniessen ihren Aufenthalt auf der Weide.

Außerdem wimmelt es bei uns nur so von Tierkindern. Die Lammsaison nähert sich dem Ende und die Lämmer springen fröhlich neben ihren Müttern über ihre Weiden. Auch die ersten Fohlen sind geboren, unter anderem ein Überraschungsfohlen. Im Herbst hatten wir eine Stute für die Reittouren erworben, die uns vor ein paar Tagen ein unverhofftes Fohlen präsentierte (nachdem wir uns ein paar Tage vorher über ihren extrem dicken Bauch wunderten).
Unsere Hundekinder werden immer größer und mobiler und verbringen nun schon mehrere Stunden am Tag draußen. Während Welpenmama Skutla lauthals alle sichtbaren und unsichtbaren Feinde in der Nähe verbellt, tobt Welpentante Orka wild mit der Fünferbande durch die Gegend. Es ist einfach wunderschön dem Hunderudel beim Spielen zuzuschauen und wir werden jetzt schon traurig, dass wir die Welpen bald alle abgeben müssen.

Unsere Reitsaison haben wir mit den ersten Gästen Ende April begonnen und in den kommenden Wochen erwarten wir Schulklassen zu Ausritten.
Wir hoffen, dass sich der Feuer und Asche spuckende Vulkan am Eyjafjallajökull nun endlich beruhigt und die Bauern am Gletscher von weiteren Schäden verschont bleiben. Wir haben bisher zum Glück nichts von der Asche abbekommen, aber vor ein paar Tagen drang dumpfes Donnergrollen über die Berge zu uns ins Tal. Es war die bisher einzige für uns direkt zu erlebende Auswirkung des Ausbruchs (und das reicht uns auch völlig aus!)

25.April 2010

Lammsaison

Es ist wieder soweit: die Zeit der Lämmer ist da! Das heisst für uns: durchwachte Nächte und lange Arbeitstage. Doch allen Anstrengungen zum Trotz geniessen wir diese Tage voller Hoffnung und neuen Lebens, mit viel Gewusel in den Ställen und auf den Wiesen.
Noch hat der Winter seine Brücken nicht abgebrochen und es ist noch sehr kalt, vor allem nachts. Aus diesem Grunde müssen wir praktisch rund um die Uhr Wache schieben, damit frisch geborene Lämmer sofort mit ihren Müttern in den Stall gebracht werden können. Dort können sie abtrocknen und zu Kräften kommen und werden zu gegebener Zeit wieder nach draußen entlassen.
Den Startschuss der Saison gab gestern abend ein älteres Mutterschaf, was bei -5° Celsius und starkem Wind, Drillinge zur Welt brachte. Die Geburt musste sehr schnell erfolgt sein, denn die Mutter schaffte es nicht, ihre Lämmer trocken zu lecken, wodurch sie fast erfroren sind. Svenni fand sie zum Glück noch rechtzeitig und in nächtlicher Aktion saßen wir mit Rotlicht und warmer Milch bewaffnet mit drei frischgeborenen Lämmern die um ihr Leben kämpften, auf dem Küchenboden und päppelten diese auf. Nach drei Stunden waren sie einigermaßen erwärmt und zu Kräften gekommen und wir brachten sie zu ihrer Mutter in den Stall, die Gott sei Dank alle Lämmer sofort wieder annahm und keines verstiess. Nach weiteren drei Stunden hüpften sie bereits fröhlich in der Box umher. Das war doch der schönste Lohn für die anstrengenden Stunden der Nacht und die heutige Übermüdung.
Auch unsere Hundebabies wachsen und gedeihen (besonders Theo ;-)). Sie springen und hüpfen wie wild durch die Gegend, wenn man das Hundezimmer betritt und in ein paar Tagen werden sie wohl draußen mit uns um die Wette flitzen. Für drei der Welpen habe ich bereits ein neues zuhause gefunden und sicher wird es schwer, sie in ein paar Wochen abzugeben. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit und wir geniessen die fröhliche Meute.

Nachdem der Vulkan im Eyjafjallajökull ganz Europa für ein paar Tage lahm gelegt hat, beruhigt er sich zum Glück etwas. Die Bauern in den am schlimmsten von der Asche betroffenen Gebieten (direkt am Gletscher) können wieder aufatmen, auch wenn die Folgen des Ascheregens noch über Monate oder Jahre für sie zu spüren sein werden.
Wir alle hoffen, dass der Ausbruch nun bald ein Ende hat und sich die Situation für Menschen, Tiere und Wirtschaft wieder normalisiert.

16.April 2010

Feuer, Eis und Asche

Immer wieder sorgt Island für Schlagzeilen, dabei ist es doch nur so eine kleine Insel im Nordatlantik. Egal ob Eisbären, Finanzkrise oder Vulkanausbrüche: Island ist klein, aber oho!
Ständig erreichen uns besorgte Mails und Anrufe, um zu hören, wie wir vom Vulkanausbruch betroffen sind. Deswegen will ich hier kurz ein paar Zeilen dazu loswerden.
Für die, die sich nicht so gut mit den örtlichen Gegebenheiten auskennen, sei vorangestellt, dass der Ausbruch im Süden Islands ist und wir uns im Norden Islands befinden. Aus diesem Grunde gibt es für uns weder Gefahr durch Wasserfluten noch durch eventuelle Lavaströme.
Das einzig Bedenkliche ist die Asche, da sie einen großen Anteil an Flour enthält, der bei der Aufnahme in großer Konzentration hochgiftig ist, bzw. zu großen Schäden in Knochen und Zähnen führen kann. Durch die hohe Konzentration wird dem Organismus Kalk entzogen, was wiederrum zu Mangelkrankheiten führt. Das betrifft vor allem die Tiere, die sich ja in keiner Weise selbst vor der Aufnahme schützen können.
In den bisher von der Asche betroffenen Gebieten in Südostisland hat man schnellstens alle Schafe eingestallt. Ein Problem gibt es natürlich mit den großen Pferdeherden, die unter freiem Himmel leben. Dabei führt nicht nur der Flourgehalt zu Problemen, sondern auch die Eigenschaften der Asche als sich, besonders der Asche, die nah am Ausbruch fällt. Da sie scharf wie kleine Glassplitter ist, wirkt sich das auf Atem- und Verdauungswege aus und führt zu starken Reizungen der Augen. Es wird nun versucht, Pferde in anderen Landesteilen unterzubringen und auch wir werden ein paar Jungpferde in den nächsten Tagen bei uns aufnehmen. Bleibt nur zu hoffen, dass wir verschont bleiben von einem Ascheregen.

Auf der Website des Ministeriums für Tourismus gibt es aktuelle, englischsprachige Informationen zum Vulkanausbruch und seine Auswirkungen auf das Leben und den Tourismus in Island. Für alle, die es interessiert ist hier der Link!

12.April 2010

April, April...

... der weiß nicht, was er will! Mal Regen und mal Sonnenschein, mal schneit es tüchtig zwischendrein....Genau so geht es bei uns momentan zu. Heftige Schneefälle zu Ostern, extremes Tauwetter ein paar Tage später mit heftigen Tauwasserbächen quer über den Hof. Aber alles in allem ist es nun mild und trocknet dank starkem Wind gut ab und wenn man die Nase in den Wind hält, dann riecht man ihn: den Frühling!
Das Osterlämmchen wächst und gedeiht, ebenso wie unsere Hundebabies. Seit gestern haben sie die Augen offen und fangen langsam an, sich laufend vorwärts zu bewegen. Wir können uns immer nur schwer von ihrem Anblick trennen, wenn sie übereinander gestapelt liegen und schlafen, sich recken und strecken...
Auch das Jungpferdetraining geht sehr gut voran. Der Stall ist nun fast bis auf den letzten Platz gefüllt und wir haben jede Menge zu tun. Seit Anfang März unterstützt uns dabei Thea aus Norwegen und seit einer Woche ist noch Mara aus Hamburg bei uns.
Leider habe ich es immer noch nicht geschafft, eine Galerie für dieses Halbjahr einzurichten. Mir fehlt einfach momentan die Zeit, sowohl zum Fotografieren als auch zum Einstellen der Bilder. Die Verkaufspferdeseite habe ich ein bisschen bearbeitet, von Tinni gibt es nun zwei Videos zum anschauen. Unser schöner Rappe Vordagur hat nun auch eine neue Besitzerin gefunden und er ist von der Verkaufseite auf die Seite der verkauften Pferde gerutscht. Ganz dringend müssen noch zwei gerittene Stuten mit auf die Verkaufseite genommen werden und ich hoffe, dass ich das alles schaffe, bevor es in knapp zwei Wochen mit der Lammsaison losgeht.
Auch bei den freien Kapazitäten für den Sommer hat sich wieder einiges getan und es sind nur noch ein paar Plätze für die Touren im August frei. Hier finden sich die freien Kapazitäten.

05.April 2010

Richtig frohe Ostern!

Nun ist das Osterfest schon wieder vorbei und meine Grüße damit etwas zu spät, aber ich hoffe, alle unsere Leser haben ein schönes Osterfest verbracht.
Unser Osterfest war sehr schön, nicht nur froh, sondern auch mächtig weiß. Seit Karfreitag haben wir den Winter in voller Stärke zurück und mit Schnee, wie wir ihn den ganzen Winter nicht gesehen haben. Aus diesem Grunde wurden die Ostereier wieder einmal im Wohnzimmer gesucht, statt im Freien, aber das sind wir ja gewohnt :-)
Nun aber zur Aufklärung, warum unser Osterfest besonders froh war. Am vergangenen Mittwoch hat unsere Hündin Skutla fünf gesunde und kräftige Welpen zur Welt gebracht. Das sorgte für viel Freude in den vergangenen Tagen, ganz besonders natürlich bei Júlíus, der sich gar nicht satt sehen kann an den süßen kleinen Geschöpfen.
Als ich dann heute morgen in den Stall zum Füttern ging, erwartete mich eine ganz besondere Überraschung: ein Osterlamm! Völlig unerwartet früh hatte eines unserer Jährlingsschafe das große, kräftige Lamm zur Welt gebracht. Da war wohl im November ein Böckchen unbeobachtet unterwegs, denn die Zeit zur Lammsaison beginnt offiziell erst in drei Wochen. Die Ankunft des Lämmchens sorgte natürlich für einen fröhlichen Tag!
Heute hat uns außerdem die zweijährige Farsæl-Jörfi Tochter Salka-Valka in Richtung Deutschland verlassen. Wir wünschen ihr und ihren neuen Besitzern viele schöne gemeinsame Jahre.

Vom Vulkanausbruch im Süden Islands gibt es nicht sehr viel Neues zu berichten. Es handelt sich immer noch um einen sehr eindrücklichen "Bilderbuchausbruch" mit unheimlich viel glühender Lava. Der Ausbruch lockt Tausende von Neugierige in seine Nähe. Wir vergnügen uns allerdings mit den wirklich tollen Aufnahmen, die man im Internet findet, zum Beispiel hier! Klickt auf die blauen Links zu den Videos und geniesst die Bilder! Sie sind wirklich einmalig schön!

22.März 2010

Vulkanausbruch in Südisland

Island hat in den vergangenen Tagen seinem Namen als "Insel aus Feuer und Eis" wieder einmal alle Ehre gemacht.
Wie sicher jeder Islandinteressierte mitbekommen hat, ist im Süden Islands ein Vulkan ausgebrochen. Erste Befürchtungen, dass die Ausbruchspalte unter dem Gletscher Eyjafjallajökull liege, bestätigten sich nicht. Die Spalte liegt allerdings zwischen den Gletschern Eyjafjallakökull und Mýrdalsjökull, auf einem nicht vergletschterten Bergpass namens Fimmvörðuháls. Über diesen Pass führt einer der beliebtesten Wanderwege Islands von Þórsmörk nach Skogar und aller Wahrscheinlichkeit nach wird dieser in Zukunft nicht mehr passierbar sein.

Der Ausbruch nahm seinen Anfang kurz vor Mitternacht in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Wir erfuhren gegen 01.00 Uhr nachts davon, als die Meldung über den Fernsehbildschirm kam. Gespannt verfolgten wir einige Stunden im Radio die Entwicklung der Lage. Es war unglaublich, wie schnell die Evakuierungspläne durchgesetzt wurden und Informationen über das Radio kamen. Erste Interviews mit den "Entdeckern" des Ausbruchs, mit Experten und Rettungsdiensten. Spekulationen über den genauen Ort des Ausbruchs. Die Meldungen nahmen uns gefangen und ab morgens um 08.00 Uhr gab es erste Bilder im Fernsehen.

Läge die Ausbruchspalte unter dem Gletscher hätte es gleich nach Ausbruch die akute Gefahr eines Wasserlaufes vom Gletscher gegeben. Dieses war aber zum Glück nicht so und so besteht momentan die größte Sorge im Ascheregen, der teilweise giftige Stoffe enthalten kann. Das stellt eine große Gefahr für die Tiere dar, die unter freiem Himmel leben und teilweise nur weiden und nicht zugefüttert werden. Deshalb wurden nun einige Pferdeherde in andere Gebiete transportiert oder mit ausschliesslicher Heufütterung begonnen. Die Schafe wurden auf den Höfen in die Ställe gebracht, wo sie vor der Asche geschützt sind.

Es wurde schon seit geraumer Zeit mit einem Ausbruch des Vulkans unter dem Eyjafjallajökulls gerechnet und genaue Messungen durchgeführt. Allerdings kamen der Zeitpunkt und der Ort des Ausbruchs trotzdem überraschend, da es in den vergangenen Tagen kaum messbare Erdbeben gab.
Der Vulkan ist seit Besiedlungszeiten dreimal ausbrochen. Und zwar in den Jahren 920, 1612 und 1821-23. Alle diese Ausbrüche stehen zeitlich in direktem Zusammenhang mit Ausbrüchen der Katla, die unter dem Gletscher Mýrdalsjökull liegt und als der grimmigste Vulkan Islands gilt. Es wird davon ausgegangen, dass es in absehbarer Zeit einen Ausbruch der Katla geben wird. Katla ist das letzte Mal 1918 ausbrochen und es ist ihre bisher längste Ausbruchspause (in belegbarem Zeitraum). Ein Ausbruch der Katla könnte also sehr heftig werden, da der Vulkan zum einen unter dem Gletscher liegt und innerhalb kürzester Zeit riesige Wassermassen freigesetzt werden. Zum anderen könnte es zu sehr großen Ascheausbrüchen und der Freisetzung von Giftstoffen (z.B. Flour) kommen.....Nunja, ich will hier keine Katastrophen voraussagen und niemand weiß überhaupt wohin sich der momentane, eher kleine Ausbruch entwickeln wird. Hoffen wir einfach darauf, dass es zu keinen großen Bedrohungen von Menschen und Tieren kommt.

Die nebenstehenden Fotos habe ich von der Seite des Isländischen Fernsehen/Radios www.ruv.is. Für Interessierte finden sich dort etliche weitere Bilder und Videos, sowie auch teilweise englische Informationen über den Ausbruch.

19.März 2010

Milder März

Auf die knackig kalten Tage des Februars folgten milde Tage im März.
Natürlich ist es ein angenehmes Gefühl, einen ersten Hauch von Frühling zu spüren (auch wenn dieser Hauch noch trügerisch ist). Allerdings heißen milde Tage, dass der Schnee schmilzt. Die hart gefrorene Erde läßt das Wasser nicht wegsickern. Anstatt Schnee kommt Regen vom Himmel und das Resultat ist: Matsch, Matsch und nochmals Matsch!
Unser Paddock ist zum Reiten und Longieren momentan nicht mehr benutzbar, aber zum Glück sind die Jungpferde so brav, dass sie alle ohne Ausnahme ausgeritten werden können. Es ist kaum möglich über eine Wiese zu gehen, ohne einzusinken und die Grasnarbe zu zertreten. Wie es aussieht, wenn der Traktor mit Heuballen beladen über Wiesen oder auf Wegen langfährt, brauch ich sicher kaum erwähnen.....
Nun aber genug gejammert. Ansonsten geht es bei uns wieder bergauf. Svenni ist weiter auf dem Weg der Besserung und Júlíus ist schon im Osterfieber. Nikki, die uns nach ihrem unvergleichlichen Einsatz während der turbulenten Februarwochen, Anfang März wieder verlassen musste, um ihrem Beruf als Tierärztin nachzugehen, hat mittlerweile eine Nachfolgerin. Thea, die Schwester unserer langjährigen Mitarbeiterin Stina, unterstützt uns nun bei der Jungpferdearbeit. Wir sind sehr zufrieden mit dem Voranschreiten des Trainings und stolz auf unsere "Kleinen".
Sobald ich es schaffe, werde ich mal wieder die Verkaufspferdeseite überarbeiten müssen. Nun gibt es nämlich endlich wieder ein paar mehr gerittene/angerittene Pferde zum Verkauf!
Anfang März haben wir unsere altbewährten Handwerker da gehabt, um an unseren Schafstall einen Anbau zu machen, der schon seit Jahren mit Grundmauern vorgesehen war, aber bisher nie entstand. Nun haben wir eine richtig tolle Scheune an unserer "Bragga", die noch aus den Nachkriegsjahren stammt und ursprünglich in Keflavík als Soldatenunterkunft diente. In diesem Anbau haben wir Platz für ein paar Heuballen und können dort einige Boxen installieren, die wir während der Lammsaison gut gebrauchen können.

27.Februar 2010

Kalter Februar

Bevor der Februar 2010 sich verabschiedet, möchte ich wenigstens noch eine News in diesem Monat schreiben. Treue Leser haben sich sicher schon gewundert, warum es in der letzten Zeit keine Neuigkeiten von uns gab und ich bitte dies zu entschuldigen.
Der Monat Februar begann damit, dass Svenni bei einem Unfall ziemlich schwer verletzt wurde und knapp 2 Wochen im Krankenhaus lag. Mittlerweile ist er wieder zu Hause und auf dem Weg der Besserung.
Für mich bedeutete dies in den letzten Wochen doppelte Arbeit, da ich Svennis Arbeiten komplett übernehmen musste. Das erforderte einiges an Organisation für den Tagesablauf, aber es hat eigentlich ganz gut geklappt.
Für Nikki bedeutete es, dass sie die Jungpferdearbeit fast vollständig alleine übernehmen musste. Sie hat das mit Bravour gemeistert und kommt jeden Tag zwar erschöpft aber mit einem Strahlen im Gesicht vom Stall.
Wettermäßig hatten wir sehr viel Glück. Zwar war es an einigen Tagen sehr kalt, aber meistens windstill und sonnig und somit perfekte Bedingungen zum Reiten (und Heuballen ausfahren). Und ein bisschen Schnee haben wir nun letztendlich auch noch abbekommen :-)

Die Buchungen für den kommenden Sommer laufen noch immer auf Hochtouren. Im Juli haben wir nur noch in der Woche vom 12.-18.7. (Austurdalur ud Reiten & Erleben) ein paar Restplätze, ansonsten sind alle Programme von Mitte Juni bis Ende Juli ausgebucht. Auch der August füllt sich stetig. Wir freuen uns über diese zahlreichen Buchungen von vielen "alten", wie auch neuen Gäste.

Ich hoffe, dass ich im März wieder mehr und ausschliesslich positive Dinge zu berichten habe!

31.Januar 2010

Wintertage = Pferdetage

Unser momentane Alltag steht ganz im Zeichen der Pferde. Natürlich sind die Pferde für uns zu jeder Zeit im Jahr ein wichtiger Lebensinhalt, aber wenn der Stall voller Pferde ist, dann dreht sich das Tagesgeschehen kaum um etwas anderes, als die Pferde. Fütterungszeiten bestimmen den Tagesrhytmus. Früh aufstehen ist angesagt und Füttern, Misten, Reiten und Pflege stehen auf der Tagesordnung.

Unsere momentane Stallbesetzung besteht aus einigen Jungpferden, die wir gerade anfangen zu reiten (z.B. der knuffige Hljómur, der verschmuste Stelkur und die gewitzte Hrísla), sowie aus denen im letzten Winter angerittenen Wallachen Penni (der ein potentielles Pferd für unsere Reittouren ist, wenn er uns nicht auch abgeschwatzt wird, wie sein jüngerer Bruder Þráður, der uns vor 3 Jahren unter dem Decknamen Klausi in Richtung Deutschland verließ), dem imposanten Vordagur, einem Sohn von Vordís und dem 5-Gang-Weltmeister Tindur frá Varmalæk und dem bildschönen Fuchsschecken Ægir.
Desweiteren haben wir Tinni zur Erfüllung des Spaßfaktors und Hátið als Arbeitspferd und Kindermädchen eingestellt. Ein paar weitere Jungpferde kommen in den nächsten Tagen hinzu.
Wir haben also alle Hände voll zu tun und sind praktisch den ganzen Tag im Stall. Seit zwei Tagen haben wir auch die tatkräftige Unterstützung von Nikki.
Júlíus geniesst es an den Wochenenden zwischen seinen Jungpferden zu spielen und es ist beeindruckend zu sehen, wie aufgeschlossen diese ihm gegenüber sind. Sein Tvistur ist dabei natürlich die Krönung des Ganzen und man kann kaum beurteilen, wer nun eigentlich mehr strahlt!

Schafe haben wir natürlich auch noch! Hinter dem Pferdestall haben die Lämmer aus 2009 ihren Stall. Meist halten sie sich allerdings außerhab des Stalles auf, knabbern am Heu, liegen kauend nebeneinander oder hüpfen bockend wie beim Fangenspielen durch die Gegend. Sie sind in diesem Jahr besonders zutraulich und folgen öfters mit gespannten Blicken durch den Zaun unserem Tun im Paddock mit den Pferden zu.

Kaum zu glauben, aber wahr: es liegt kein bisschen Schnee bei uns! Seit zwei Tagen haben wir allerdings Frost und der Boden ist ziemlich hart gefroren. Na, der Winter ist noch lange genug, er wird uns schon noch einholen. Auf jeden Fall geniessen wir dir momentane wetterfriedliche Zeit und schicken allen eingeschneiten Mitteleuropäern unsere besten Grüße von der schneelosen Insel im Nordatlantik!

20.Januar 2010

Dies und das im Januar

Wie einige von euch sicher festgestellt haben, hatten wir in der letzten Zeit massive Probleme mit unserem Gästebuch. Die Spameinträge wurden immer mehr und zeitweise konnten wir diese nicht mehr löschen. Aber dem hat nun ein Ende und seit heute morgen haben wir ein neues Gästebuch. Wir hoffen, dass viele von euch dort einen Gruß hinterlassen werden, damit andere etwas zum schmökern haben und wir vielleicht ein paar Anregungen bekommen. Über Lob freuen wir uns natürlich auch immer riesig :-)
Die Einträge aus unserem alten Gästebuch werden wir sichern und in einem Archiv unterbringen. So bleiben eure vielen Einträge erhalten und können bei Interesse nachgelesen werden.

Wir haben die letzten zwei Wochen unsere Jährlinge abwechselnd in den Stall geholt und ihnen eine Trainingseinheit zugute kommen lassen. Vor ein paar Tagen haben wir die letzten entlassen und dafür die ersten Fohlen abgesetzt. Nach anfänglichem Jammern und Schluchzen hatten sie sich aber schon am nächsten Tag gefangen und vergnügten sich miteinander in ihren Boxen. Am Tag darauf begann der Ernst des Lebens und sie wurden zum ersten Mal aufgehalftert und angebunden. Diese Prozedur haben wir dreimal wiederholt und morgen erwartet sie wieder die frische Luft und weite Wiesen. Zwar ohne Mama, aber um viele Erfahrungen reicher.
Es macht sehr viel Spass die Fohlen kennen zu lernen und Charakterzüge zeigen sich (wie bei Kleinkindern) schon sehr ausgeprägt. Mýslas Mósart zum Beispiel hat immer die Nase vorn und ist ein kleiner Spitzbub, dabei aber grundehrlich. Silgjas Bjartur ist super lieb und ausgeglichen und drängt sich nie in den Vordergrund. Rauðhettas Scheckfohlen Fákur ist sehr besonnen und hat eine tolle Ausstrahlung. Freistings Huginn scheint ein durch und durch kompaktes und stabiles Pferd zu sein, körperlich, wie geistig. Die stolze Gullbrá von Maistjarna enpuppte sich als sehr zugänglich und interessiert.
Demnächst werden dann die anderen Fohlen abgesetzt.

Ansonsten bleibt noch zu berichten, dass die Buchungen für den nächsten Sommer auf Hochtouren laufen und einige Termine im Juli so gut wie ausgebucht sind. Wir freuen uns sehr über den regen Zuspruch von vielen neuen Besuchern, aber auch von vielen "alten" Gästen.

10.Januar 2010

Ein neues Jahr

Das neue Jahr ist bereist ein paar Tage alt und endlich komme ich dazu, eine neue News Seite einzurichten, die wie immer halbjährlich neu gemacht wird. Die alte Newsseite wandert ins Archiv (siehe oben).

Aber nun will ich ersteinmal allen Lesern, Freunden und Gästen in unser aller Namen, ein gesundes und glückliches neues Jahr wünschen. In isländischer Tradition bedanken wir uns für das alte Jahr: für eure Besuche, für all die schönen gemeinsam verbrachten Stunden im Sattel oder beim Gespräch, die vielen Kontakte per Mail oder Telefon, für eure stete Treue und auch den Mut, das vielleicht erste Mal nach Island zu kommen. Für das Vertrauen in uns, für den Kauf eines (oder mehrerer) Lýtingsstaðir Pferde, für Hilfe und Mitarbeit....und die Liste ließe sich noch fortsetzen.
Nun freuen wir uns auf ein neues, hoffentlich für uns alle sehr schönes und glückliches Jahr. Für uns ist es ein Jubiläumsjahr, denn wir blicken nun auf 10 erfolgreiche Jahre als Reittourenveranstalter und Reiterhof zurück!

Das neue Jahr beginnt bei uns eher ruhig. Wir haben alle Pferde nun auf ihren entsprechenden Winterweiden, wo sie grasen dürfen und Heu bekommen. Im Stall steht der 2004er Jahrgang und der 2005er kommt Ende Januar hinzu, wenn Nikki als tatkräftige Unterstützung für ein paar Wochen zu uns stößt.
Nach einem kurzen Weihnachtsschnee-Intermezzo sind wir seit gestern wieder schneefrei (während das europäische Festland im Schnee versinkt). Seit ein paar Tagen läßt sich auch die Sonne wieder über den Berggipfeln blicken und es gibt traumhaft schöne Sonnenaufgänge und ganz tolle Farben am Himmel.

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