News - Januar bis Dezember 2010

24.Dezember 2010

Gleðileg jól

Wir wünschen allen eine gesegnete und friedvolle Weihnachtszeit.
Herzlichen Dank für all die liebe Weihnachtspost die wir erhalten haben. Verschneite Grüße aus Island
Sveinn, Evelyn und Júlíus

13.Dezember 2010

Es weihnachtet sehr

Das Weihnachtsfest rückt näher und unsere Tage sind ausgefüllt mit Dingen, die noch vor den Feiertagen erledigt werden wollen.
Da wird gebacken und gebastelt und unzählige Weihnachtskarten geschrieben. Die Weihnachtskartentradition ist wohl nirgends so ausgeprägt wie in Island. Hier schreiben sich nicht nur Familienmitglieder und enge Freunde Grüße zum Weihnachtsfeste, sondern man schreibt Karten an Bekannte, Schulkameraden, Nachbarn und Menschen, die einem im vergangenen Jahr ganz besonders nahe standen. Ein schöner Brauch, wenn auch sehr zeitintensiv. Wir beschränken die Weihnachtskarten allerdings auf den isländischen Raum, Weihnachtspost an unsere Gäste wird per e-mail verschickt.

Auch sonst gibt es viel Vorweihnachtliches im Dezember. Man könnte praktisch jeden Tag zu einem Weihnachtsbuffett oder Weihnachtskonzert gehen, abgesehen vom weihnachtlichen Konsumrausch, vor dem wir uns hier auf dem Lande zum Glück recht erfolgreich drücken können.
Am vergangenen Wochenende waren wir auf einem indoor Weihnachtsmarkt zum Fotoshooting für die Kleinsten. Mit unserem weihnachtlich geschmückten Schimmel haben wir viel Aufsehen erregt und jede Menge Herzen erfreut. So etwas hatte es bisher im Skagafjörður noch nicht gegeben.
Unseren Weihnachtsbaum haben wir auch schon dingfest gemacht. Der Wald von Varmahlíð war wieder freigegeben zum Baumschlagen und dort fanden wir eine wunderschöne Blautanne, die am 24.12. Einzug in unser Wohnzimmer halten wird.
Neben all den schönen vorweihnachtlichen Dingen haben wir –wie ja eigentlich immer- viel Arbeit. Es ist Decksaison bei den Schafen und dies erfordert recht viel Aufmerksamkeit und zusätzliche Arbeit. Ansonsten nutzen wir gerade die frostfreien Tage, um endlich die Baugruben für unsere Sommerhäuschen und die neue Bragga aufzufüllen. Durch die Kälte der vergangenen Wochen war das bisher nicht möglich.

Die Tage im Dezember sind sehr kurz, am 7.Dezember schickte die Sonne zum letzten Mal in diesem Jahr ihre Strahlen auf unseren Hof. Erst Anfang Januar werden wir wieder direktes Sonnenlicht haben. Doch als Ausgleich für die fehlende Sonne haben wir wunderschöne, farbige Himmel in den Morgenstunden. Eine besonders schöne Erscheinung in dieser Zeit sind die so genannten Perlmuttwolken, Wolken, die in Regenbogenfarben schimmern. Wikipedia gibt folgende Erklärung für diese Erscheinung: "Perlmuttwolken (mother of pearl clouds, nacreous clouds) sind Säureeiswolken der Stratosphäre, die infolge der Beugung von Sonnenlicht an kleinen und einheitlichen Kristallen von entsprechend reinen Interferenzfarben durchsetzt sind. ..Das Vorkommen von Perlmuttwolken ist im Allgemeinen auf hohe geografische Breiten jenseits des 58. Grades beschränkt, weil die Kondensation in der trockenen Stratosphäre erst bei Temperaturen unter minus 78 Grad Celsius stabil erfolgt. Auf der nördlichen Halbkugel sind Perlmuttwolken 20 bis 30 Kilometer hoch…Die Wolkenpartikel bedingen oder verstärken offenbar physikalisch oder chemisch den Abbau des stratosphärischen Ozons (Ozonloch)."

Die Buchungen für die kommende Saison schreiten mit großen Schritten voran und alle Touren erfreuen sich wieder großer Beliebtheit. Momentan haben wir übrigens noch ein paar Plätze zu unserer Landsmót Woche frei. Wer also gerne ein Landsmót erleben möchte, dem bietet sich jetzt noch die Möglichkeit, an unserer Woche mit Reiten und Landsmótbesuch teilzunehmen.

Wir wünschen allen unseren treuen und zufälligen Lesern eine schöne verbleibende Adventszeit. Denjenigen, die gerne noch ein bisschen mehr über weihnachtliche Bräuche in Island erfahren wollen sei diese Seite ans Herz gelegt:

Isländische Weihnachtskunde

17.November 2010

Eiskalt erwischt!

Nachdem uns der Herbst in diesem Jahr äußerst verwöhnt hat mit milden Temperaturen, sehr gefälligem Wetter und ohne die sonst üblichen Herbststürme, kam der Wintereinbruch zu Beginn diesen Monats wie ein Schlag ins Gesicht.

Eigentlich ist ein Wintereinbruch ja nicht so schlimm, da er früher oder später zu erwarten ist, aber wir standen mitten in den Vorbereitungen für unsere Baumaßnahmen und so mussten diese buchstäblich erstmal "auf Eis" gelegt werden. Wenigstens haben wir es geschafft, die Baugruben auszubaggern und Strom und Wasserleitungen zu verlegen.
Als nächstes steht an, die Befestigungssockel zu gießen und danach können dann sowohl die Sommerhäuschen her transportiert, als auch die neue Bragga aufgestellt werden.
Wir hoffen nun darauf, dass diesem abrupten Wintereinbruch eine etwas wärmere Phase folgt, damit wir unsere Pläne bald verwirklichen können.

Fairerweise muss ich gestehen, dass der Winter natürlich auch seine schönen Seiten hat. Bei kaltem und klarem Wetter gibt es um diese Zeit traumhaft schöne Lichtspiele und Farben am Himmel. Die Dämmerung ist schon sehr lang und so leuchtet der Himmel oft lange Zeit in violetten und blauen Farben.
Am vergangenen Sonntag machten wir einen Ausflug zu unseren Häuschen, um nach dem Rechten zu sehen. Es war eine wunderschöne Fahrt durch eine traumhafte Winterlandschaft. Am Vortag hatte es einen kräftigen Schneesturm gegeben und nahezu alle Straßen im Norden Islands waren kurzzeitig nicht passierbar. Dementsprechend abenteuerlich war unsere Autofahrt in das abgelegene Gebiet, wo die Häuschen momentan noch stehen. Wir hatten einige große Schneewehen zu passieren und Júlíus hatte im letzten Moment glücklicherweise noch seine Schaufel ergriffen und ins Auto gelegt. Mit dieser mussten wir dann die Eingänge zu den Häusern freischaufel. Beim Betreten der Häuser waren wir sehr erstaunt, wie schön kuschlig warm es drinnen war, obwohl nur eine kleine Heizung in Betrieb war und draußen -12°Celsius. Die Isolierung scheint dementsprechend sehr gut zu sein.
Ein paar Impressionen unseres sonntäglichen Familienausfluges findet ihr hier nebenstehend. Wie ihr sehen könnt, sind unsere Inseln Drangey und Málmey im Winterkleid nicht unattraktiver als im Sommerröckchen :-)

Nun geht es auch schon wieder in großen Schritten auf das Jahresende zu und bis zum ersten Advent sind es nicht mehr ganz zwei Wochen.
Svenni schmiedet schon Bedeckungspläne für die Schafe, deren großer Tag in der Regel der Nikolaustag ist. Die Böcke sind schon seit einiger Zeit separiert und sammeln Kräfte für ihren Einsatz.
Den Pferden geht es gut, sie sind alle wieder gesund und geniessen ihre freie Zeit. Ich habe vor ein paar Tagen die Liste unserer Reitpferde vervollständigt und aktualisiert. Einen Neuzugang gibt es auch seit ein paar Tagen ;-) Also schaut mal nach unter Reitpferde. Ebenso habe ich die Seiten über Reitferien, Ausritte etc. überarbeitet.
Die Buchungen laufen gut für die kommende Saison und wir freuen uns sehr über die positiven Reaktionen und die ersten Buchungen in unseren neuen Häuschen.
Mehr gibt es heute nicht von uns zu berichten.

27.Oktober 2010

Sommerhäuser, Landsmót u.a.

Als sich uns vor wenigen Wochen die Chance ergab, zwei vollständig eingerichtete kleine Sommerhäuschen zu kaufen, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Übernachtungskapazitäten zu erweitern.
Ab dem Frühjahr 2011 kann man also bei uns ein Sommerhäuschen mieten, sich selbst versorgen, Ausritte machen und die Umgebung im eigenen Mietwagen erkunden. Die Häuschen haben eine gut ausgestattete Küchenecke, ein Bad mit Dusche und WC, sowie Sitzgelegenheiten und Schlafplätze für bis zu 5 Personen. Wir hoffen, dass wir damit dem gestiegenen Bedarf an einzelnen Übernachtungen, sowie an individuellen (Reit-)Ferien in guter Weise entgegenkommen. Besonders für Familien wird sich nun die Möglichkeit geben, einen kostengünstigeren Reiturlaub zu verbringen.
Wir wollen die erweiterten Kapazitäten aber nicht dazu nutzen, um die Gruppengröße unserer Reittouren zu erhöhen, denn das würde gegen unser Konzept der Überschaubarkeit verstoßen. Die Reittourengäste werden weiterhin in unserem Haus untergebracht und voll verpflegt.
Wir freuen uns sehr über dieses neue Projekt, sind am planen und natürlich am vorbereiten der Standplätze. Wir hoffen, dass das Wetter uns gnädig sein wird und wir in ein paar Wochen die Häuser (per LKW) zu uns transportieren können.
Da alles wie gesagt noch in der Vorbereitungsphase ist, gibt es momentan noch keine eigene Seite auf unserer Homepage für die Häuschen (die wird aber in Kürze erstellt). Eine Preisliste kann aber schon bei mir angefordert werden und heute gibt es wenigstens schon mal ein Bild.

Seit ein paar Tagen ist es nun endgültig beschlossen, dass das in diesem Jahr abgesagte Landsmót auf das kommende Jahr verschoben wird. Der von uns schon angegebene Termin steht (27.06.-03-07.2011), der Austragungsort Vindheimamelar im Skagafjörður ist bestätigt und nun nehme ich auch gerne ohne Zögern eure Buchungen entgegen. Für das Landsmót 2011 wird nicht in dem sonst üblichen Maße auf offizieller Ebene Werbung gemacht, damit diese nicht mit der WM Österreich Werbung kollidiert. Wir sind uns aber sicher, dass das Landsmót wieder ein großartiges Erlebnis wird und dass der Umfang an Prüfungen und Pferden in gewohnter Weise sein wird.
Wir freuen uns also über eure Buchungen!....Apropos Buchungen: die Buchungen für die Saison 2011 sind schon sehr gut angelaufen und wir empfehlen allen, rechtzeitig zu buchen, denn jetzt sind die Flugpreise noch sehr günstig!

Am vergangenen Wochenende haben wir unsere Jungpferde aus dem Hochland wieder nach Hause geholt. Glücklicherweise waren sie in alle in gesundheitlich sehr gutem Zustand und es war kein einziger Huster zu hören. Wie wohl alle Pferdebesitzer in Island hoffen wir, dass sich der Husten nun gänzlich legt.
Unsere Stuten und Fohlen haben wir nun auch alle auf unseren Wiesen direkt am Hof. So können wir sie gut im Auge behalten, wenn das Wetter schlechter wird und so komme ich auch mal leichter zum Fotografieren. Also sobald es Zeit und Wetter zulassen, bin ich bei den Fohlen und knipse!
Die Lämmer, die wir zur Weiterzucht aussortiert haben, konnten in der letzten Woche ihre neue Behausung beziehen und fühlen sich sichtlich wohl in ihrer Partybragga. Sie erinnert mich sehr an den Schafstall von "Shawn, das Schaf" und ich frage mich, ob es da hinter verschlossener Türe ähnlich hergeht...
Der Export ist nun auch wieder angelaufen und am Wochenende haben uns vier Pferde verlassen in Richtung Deutschland, Finnland und Schweden. Unter anderem hat uns Svennis Rennpasser Tinni verlassen, den wir wohl noch sehr vermissen werden.
Jahreszeitenmäßig hat uns der goldene Herbst verlassen und der Winter hat mit Schmuddelwetter und erstem Schnee Einzug gehalten. Die Tage sind schon sehr kurz geworden und es legt sich eine winterliche Ruhe übers Land.
Weiteres gibt es momentan nicht zu berichten!

18.Oktober 2010

Praktikumsplätze 2011

Wie in jedem Jahr, so werden wir auch im kommenden Jahr wieder viele helfende Hände bei uns benötigen. Wer gerne zu dem Team der fleißigen Mädels von Lýtingsstaðir gehören will, der kann sich gerne bei uns bewerben.
Bewerbungsschluss ist der 31.12.2010, die Plätze werden dann im Januar von uns vergeben.
Für die Zeit von Mai-Mitte Oktober brauchen wir wieder mehrere Mädels, die unser Team im Gäste- und Reitbetrieb unterstützen. Grundvoraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren und das Vorweisen von Arbeitserfahrungen oder Betätigungen im sozialen Bereich (Jugendgruppenleitung etc). Außerdem sollten unsere Mädels gute Reiterinnen sein, die den regelmäßigen Umgang mit Pferden gewohnt sind.

Bist du sportlich und voller Power und scheust die vielseitige Arbeit mit Pferden, Gästen und im Haus nicht? Bist du teamfähig, ausdauernd und hast kein Problem damit, auch bei schlechtem Wetter draußen zu arbeiten? Hast du Interesse daran, Menschen kennenzulernen und kannst auf sie zugehen? Hast du Lust darauf, viele verschiedene Pferde zu reiten und diese in ihrer Heimat kennen- und verstehen zu lernen?
Dann fordere unsere ausführlichen Informationen per e-mail an!

Für den Zeitraum März/April suchen wir wieder eine sehr erfahrene Islandpferdereiterin, die uns bei der Arbeit mit den Jungpferden unterstützt. Sehr gute reiterliche Erfahrungen und Kenntnisse sind dabei Voraussetzung. Die Zusage für diese Stelle kann noch vor Jahresende vergeben werden.

11.Oktober 2010

Goldener Herbst

Wir geniessen gerade einen unglaublich schönen Herbst, wie ich ihn in meinen 15 Jahren Island noch nicht erlebt habe. Abgesehen von einem stürmischen Tag und ein paar Regenstunden, hält der Herbst für uns milde Temperaturen und viel Sonne bereit. Die Bäume sind noch ungewöhnlich belaubt und strahlen in allen Farben im Herbstlicht, die Heuwiesen sind noch grün und vom goldenen Gürtel des ungemähten Wiesenrandes umsäumt. Abends tanzen ungewöhlich viele Nordlichter am Himmel und jeder Morgen begrüßt uns mit wunderschön gefärbtem Himmel. Einfach nur traumhaft!
Gestern haben wir unsere letzten beiden Mädels, Maike und Silvia, verabschiedet. Sie haben die letzten Wochen noch eifrig mitgeholfen, die Saison zu beenden. Nach dem Pferdeabtrieb wartete noch viel Arbeit mit Sattelzeug, Trensen und Co. Das alles möchte im Herbst ordentlich gesäubert und geölt werden, kaputte Teile müssen aussortiert und ersetzt oder repariert werden. Außerdem haben sie noch ein wenig mit ein paar Jungpferden arbeiten können. Skjóni (Ægir) und Mósi (Hljómur) tölten nun schon in recht schnellem Tempo und sind sehr rittig geworden. Stelkur ist nicht mehr der schmale Teeni sondern ein kräftiges, gut bemuskeltes Pferd geworden, der sich wunderschön unter dem Sattel präsentiert. Der knuffige Örn, der im Frühjahr nur kurz unter dem Sattel war, hat sich toll herausgemacht und verspricht ein nervenstarkes Reitpferd mit extrem weichen Gängen zu werden. Auch die liebe Játning hat noch ein wenig Tölttraining erhalten und so langsam sitzt der 4.Gang auch bei ihr. Suchen wir nun nach einem liebevollen neuen Besitzer für die freundliche Fuchsstute.

Dass wir nun in die Winterpause gehen, heisst nicht, dass wir in einen Winterschlaf verfallen. Es warten noch so einige Projekte auf uns. Abgesehen von den Vorbereitungen der kommenden Saison (die Buchungen sind bereits angelaufen), steht noch der Bau einer neuen Bragga an. Unsere Partybragga wurde nämlich am Freitag umgestellt und wird nun ihrer ursprünglichen Aufgabe als Lämmerstall gerecht werden. Svenni hat mit größter Präzision die Bragga mit dem Traktor über den Hof gefahren und hinter dem Pferdestall aufgestellt. Die in stundenlanger Arbeit hergestellten Jubiläumsgirlanden haben wir abgenommen, aber die Lämmer werden sich an den Tigerenten-Plakaten erfreuen können, die das Innere schmückten :-)
Die neue Bragga, die etwas größer und höher ist und somit auch als Garage dienen kann, wird an die gleiche Stelle kommen, dann allerdings fest verankert. Einem indoor Grillen im nächsten Sommer steht somit nichts im Wege :-)

Mehr gibt es heute nicht zu berichten. Wir wünschen allen einen ebenso schönen wie goldenen Herbst!

29.September 2010

Rückblick

Nun, da die Reitsaison für dieses Jahr beendet ist und wieder Ruhe in unser Haus kehrt, wird es Zeit für einen „kurzen“ Rückblick auf die zurückliegenden Monate.

Den Schlusspunkt unserer Reittourensaison bildete wie in den vergangenen Jahren die Teilnahme am Pferdeabtrieb zum Laufskálarétt, nahe Hólar. Mit 31 Reitern gingen wir in diesem Jahr an den Start. Die Stimmung war super und das Wetter war uns sehr gnädig. Mild und morgensonnig, die Regentropfen fielen derweil zu Hause und kurz vor unserer Abfahrt am Pferch. Ein rundum schöner und gelungener Saisonabschluss!

Rückblickend auf die Saison können wir sagen, dass sie sehr erfolgreich war, obwohl die Vorzeichen nicht sehr gut standen und es etliche Hürden zu meistern gab. Nach Svennis schwerem Unfall im Februar war nicht sicher, wie weit er im Sommer einsatzfähig sein würde. Doch alles fügte sich zum Guten und nach dem Absetzen der Medikamente stieg er Ende Juni wieder in den Sattel und fühlt sich dort mittlerweile wieder sehr wohl.
Der Ausbruch des Eyjafjallajökulls verunsicherte viele unserer Gäste im Vorfeld ihrer Islandreise. Kein Wunder bei den Flugverkehrsstörungen in Europa und den täglichen Meldungen, samt Schrecken erregender Bilder in den Medien. Glücklicherweise ging dieser Kelch an uns vorüber. Der Vulkan hörte auf zu spucken, der Ascheregen versiegte und die Normalität kehrte wieder ein. Wir selbst waren vom Ausbruch in keiner Weise betroffen, hörten nur ein unheimliches Grummeln hinter den Bergen.

Im April wurden erste Fälle eines hoch ansteckenden Pferdehustens bekannt, der seitdem auf der Insel grassiert, den gesamten isländischen Pferdebestand ergriffen hat und unendlich viele Fragen aufwirft. Mittlerweile wird mit ziemlicher Sicherheit davon ausgegangen, dass es sich nicht um eine Virusinfektion handelt, sondern „nur“ um eine bakterielle Erkrankung, ausgelöst von Streptokokken. Warum sich diese, schon seit langer Zeit in Island bekannten Bakterien, als Epidemien auf der Insel ausbreiteten, ist ein bisher ungelöstes Rätsel.
Der Husten hatte zur Folge, dass das für 2010 geplante Landsmót, das große Landestreffen der Reiter, abgesagt werden musste, da alle Turnierpferde erkrankt waren. Wir hatten zu diesem Event sehr viele gebuchte Gäste, bei denen die Enttäuschung natürlich groß war. Doch wir stellten einen Plan B auf und füllten die Woche mit weiteren Ausritten, Wanderungen, Sightseeing etc. und so verbrachten wir alle eine sehr lustige und ereignisreiche Woche, in der der Schlaf definitiv zu kurz kam :-)
Unsere Pferde hielten sich den Sommer über ganz tapfer und wir hatten nur geringe Ausfälle. Allerdings erkrankten dann ab Mitte August viele unserer Pferde. Für die letzte Reittour des Sommers mussten wir aus diesem Grunde etwas umdisponieren und möchten an dieser Stelle noch einmal Danke sagen für all das entgegengebrachte Verständnis.
Zum Schafabtrieb waren die ersten Pferde wieder fit und wir erlebten diese isländische Tradition hautnah mit. Unvergessen wird der Ritt vom Sortierpferch über die Berge bleiben ;-).
Den September über erholten sich die meisten Pferde vom Husten und so konnten wir allen Interessenten die Teilnahme am Pferdeabtrieb ermöglichen. Das war Balsam für unsere Seelen, denn die Sorge um die Gesundheit der Pferde und die Durchführung unseres Programms war groß in den letzten Wochen. Wir hatten zwar alle Hände voll zu tun, die Pferde noch einmal anzutrainieren, aber das taten wir und unsere Gäste sehr gerne.
Bereits am Sonntag nach dem Abtrieb haben wir dann einem Großteil der Pferde die Eisen abgenommen, sie entwurmt und in die Winterpause entlassen.

In den vergangenen Wochen sind unsere Stuten mit Fohlen von den Hengstweiden zurückgekommen. Die Fohlen obliegen nun unserer besonderen Obacht, damit auch sie unbeschadet durch den Husten kommen, den sie in den meisten Fällen von den Hengstweiden mit nach Hause gebracht haben. Dieses Jahr haben wir die letzten Fohlen von Jörfi bekommen und demzufolge noch einmal eine sehr schöne bunte Herde. Einige Fohlen haben schon Liebhaber und eines mittlerweile einen neuen Besitzer gefunden. Jörfi selbst ist fast den ganzen Sommer auf den Reittouren mitgelaufen, war eines der beliebtesten Pferde und brachte allen große Freude. Er ist so unkompliziert im Umgang, immer freudig töltend im Dienst und leuchtet dabei wie die Sonne selbst. Ein wahres Schmuckstück und nicht nur für uns ein Traumpferd.
Der Export der Pferde, der in den letzten 5 Monaten auf Grund der Hustenepidemie zum Erliegen kam, ist nun wieder in die Gänge gekommen und im Oktober werden vier verkaufte Pferde Lýtingsstaðir verlassen und in ihre neue Heimat auf dem Festland fliegen.

Abschließend möchten wir noch einmal Danke sagen an alle unsere diesjährigen Gäste für die schönen Stunden und Tage, die wir gemeinsam im Sattel oder im Gespräch verbrachten. Danke für die vielen Glückwünsche zu unserem 10 jährigen Betriebsjubiläum und die vielen wunderschönen Fotos, die wir von euch bekommen haben und von denen wir noch einige präsentieren werden. Danke auch für alle Unterstützung und Verständnis in den schweren Stunden dieses Jahres.
Auch unserem tollen Team sei an dieser Stelle noch einmal gedankt für den unermüdlichen und immer freudigen Einsatz in den vergangenen Monaten, sowie die Verbundenheit zu unserer Arbeit, Familie und Pferden.

Nun werden wir, Pferde wie auch Menschen, die kommenden Monate nutzen, um neue Kraft zu schöpfen für die kommende Reitsaison!

P.S. In den nächsten Tagen werden die noch fehlenden Verlinkungen in unserem Programm für 2011 ergänzt.

13.September 2010

Programm 2011

Es ist endlich soweit: das Programm für 2011 steht und ist nun online hier zu finden. Ab sofort nehmen wir Buchungen entgegen!
Das Programm hat sich nicht sehr viel geändert, lediglich einen neuen Programmpunkt gibt es im Juni. Wir haben die Woche "Í sveitini - Auf dem Lande" genannt. Das genaue Programm muss ich noch online stellen, aber soviel sei bereits gesagt: in der Woche werden Ritte durch unsere schöne "sveit", unsere ländliche Umgebung im Vordergrund stehen. Ansonsten ist alles Altbewährte wieder mit dabei und die Auswahl an verschiedenen Reittouren mit unterschiedlichen Themen und Gewichtungen so groß wie bisher. Und die beste Nachricht dazu: die Preise haben sich nicht erhöht!
Ein Wort noch zum Landsmót 2011: nach offiziellen Angaben soll das für 2010 geplante, aber verschobene Landestreffen der Reiter vom 27.06. - 03.07.2011 auf Vindheimamelar im Skagafjörður stattfinden. Wir vertrauen dieser Meldung und bieten wieder ein Programm dazu an.

Wir freuen uns auf euren Buchungen!

30.August 2010

Herbstboten

Es lässt sich nicht mehr leugnen: es wird Herbst!
Die Tage sind nun merklich kürzer geworden und abends muss wieder das Licht angeknipst werden. Die letzten Wiesen sind gemäht und mehrere Hundert Heuballen türmen sich hinter dem Pferdestall. Von den Bergwiesen strömen schon die ersten Schafe Richtung Heimat und die Pferde haben bereits ein ziemlich dichtes Fell.
Unser Sommerprogramm ist nun zu Ende und es wird wieder ruhiger im Haus. Den Pferden und uns tut es gut, nach den anstrengenden vergangenen Wochen ein bisschen durchatmen zu können. In der nächsten Woche geht es dann mit einigen Gästen zum Schafabtrieb, dem immer wieder beeindruckenden Ereignis im Herbst. Der Pferdeabtrieb zum Laufskálarétt wird dann Ende September wie in jedem Jahr die Saison beschliessen.
Die Vorbereitungen für die Saison 2011 sind bereits angelaufen und wir werden in ein paar Tagen das neue Programm online stellen.

Am letzten Wochenende haben wir unsere Schafe das erste Mal auf den Bergweiden zusammengetrieben. Die Mutterschafe wurden geschoren und die "Ernte" begutachtet. Wir sind sehr zufrieden mit unseren Lämmern, die über den Sommer gut gewachsen sind.

08.August 2010

10 jähriges Jubiläum

Als wir im Jahre 2000 unsere erste selbst organisierte Reittour durchführten, haben wir es uns kaum zu träumen gewagt, dass unser kleiner Familienbetrieb einmal so erfolgreich und bekannt sein würde, wie es nun im Jahre 2010 der Fall ist. Viel Arbeit und unerschöpflicher Idealismus stecken in diesem Erfolg und wir sind glücklich über das, was wir uns aufgebaut haben.
Ich erlaube mir an dieser Stelle einen kleinen Auszug einer Mail, die ich vor gut einer Woche von einem diesjährigen Gast bekam:" Liebe Evelyn, lieber Sveinn, nachdem uns der Alltag recht schnell wieder eingeholt hat, haben wir unseren Aufenthalt bei Euch noch einmal Revue passieren lassen. Es war einfach toll !!! Das Wetter hätte nicht besser sein können, unsere Gruppe war einfach nur super und die beiden Mädels hätten ihren Job nicht besser machen können. Ihr Beiden habt Euch ein kleines Paradies geschaffen und gebt dieses Gefühl von Freiheit an Eure Gäste weiter. Also nochmals vielen lieben Dank für diese schöne Woche. Wir waren uns einig, dass dies nicht das letzte Mal gewesen sein wird."
Es gibt kaum ein schöneres Dankeschön, als solche Worte, sowie tränengefüllte Augen zufriedener Gäste bei der Abreise. Das gibt uns Energie und Kraft, um unsere Arbeit auch weiterhin mit so viel Freude und Motivation ausführen zu können. Denn unser Ziel ist es nach wie vor, unseren Gästen einen abwechslungsreichen und rundum schönen Reiturlaub zu bieten. Unser Programm ist dabei so vielfältig, dass fast jedem Anspruch gerecht werden kann.

Auf Grund unseres 10jähren Betriebsjubiläums hatten wir unsere diesjährige Hochlandtour als Jubiläumstour ausgeschrieben. Heute morgen ging diese mit der Abreise der Gäste zu Ende. Nach einer sehr ereignisreichen Woche mit gutem Wetter (kleine Wind-, Nebel- und Regenunterbrechungen mit eingerechnet), super Stimmung, flotten Pferden und einer sehr abenteuerlichen Gletscherflussüberquerung, erreichten alle Reiter und Pferde gestern gesund und glücklich den Hof. Am Abend stießen wir zur Feier des Tages auf unser 10jähriges Jubiläum an und hielten eine schöne Grillparty in unserer zum Partyhaus umfunktionierten Bragga ab.
Nun liegen noch zwei Reittouren vor uns, bevor wir mit der Spätsommer Reitwoche den Sommer ausklingen lassen werden, um dann in die von Schaf- und Pferdeabtrieben geprägte Herbstzeit überzugehen.

18.Juli 2010

Islandpulli Treffen

Manche machen ein Islandpferde Treffen, wir machten ein Islandpulli Treffen!
Nach einem wunderschönen letzten Ausritt versammelten wir unsere Gäste (Austurdalur Tour und "Reiten & Erleben") am gestrigen Abend zu einer Grillparty in unserer neuen "Hofbragga". Da es in Island natürlich keine Hitzewelle gibt, fanden wir uns alle warm gekleidet zum gemeinsamen Abendessen ein. Was ist da besser, als ein handgestrickter Wollpullover aus echt isländischer Schafwolle. So läßt sich eine Grillparty bei etwa 10°Celsius gut überstehen. Anschliessend beschlossen wir ein Gruppenfoto im Abendlicht zu machen, um unserem schönen Isipulli Treffen ein Andenken zu setzen. Die meisten der Pullis stammt von den Stricknadeln unserer Strickerin Lauga, die wie in jedem Winter wieder fleissig die Nadeln hat klappern lassen. Svenni hielt allerdings seinem Image im gelben Lýtingsstaðir Pullover die Treue. Ein schöner Kontrast inmitten der bunten und vielfältigen Islandpullis.

Morgen beginnt unsere diesjährige Saga Tour, die uns u.a. ins schöne Vesturdalur führen wird. Außerdem erwarten wir Gäste zu unserm Reiten & Erleben Programm, welches auch in diesem Jahr wieder auf viel Resonanz gestoßen ist.
Neben den Reittouren haben wir auch wieder sehr viele Tagesgäste, die an ein- oder mehrstündigen Ausritten teilnehmen.
Dieser Tage haben somit alle Zwei- und Vierbeiner alle Hände und Hufe voll zu tun.

09.Juli 2010

Alles auf Hochtouren

Wieder einmal plagt mich das schlechte Gewissen, dass momentan so selten neue Berichte an dieser Stelle erscheinen. Das liegt in keinem Falle daran, dass es nichts zu berichten gäbe, sondern allein an der Tatsache, dass unsere Tage so vollgestopft sind mit Erlebnissen und Arbeit, dass die Pflege der Homepage täglich auf´s Neue von mir zurück gestellt werden musste, um alles zu bewältigen.
Also womit soll ich anfangen? Die Fohlen! Vorgestern ist das vorletzte Fohlen zur Welt gekommen, nun warten wir nur noch auf das Fohlen von Ósk. Wir sind sehr stolz auf unsere farbenprächtige Fohlenherde, in der sich Jörfi zum letzten Mal als Vater mit seiner Farbe und sicher auch mit seinem Charakter durchgesetzt hat. Neben den Jörfifohlen haben wir das prächtige Stutfohlen aus unserer Elitestute Veiga und Fróði frá Staðartungu (Elitehengst), die unter den Fohlen heraussticht. Unsere Elitestute Kvika und ihre Tochter Vænting (V: Tindur frá Varmalæk) haben beide wunderschöne Stutfohlen von Roði frá Garði bekommen, der am vergangenen Wochenende auf der Zuchtschau in Vindheimamelar seine Körnote nocheinmal verbesserte. (Gesamt 8,38. Gebäude 8,46. Reiteigenschaften 8,33 davon 9 für Tölt, Temperament und Charakter, 9,5 für Trab). Wir freuen uns riesig über diese tollen Stutfohlen.
Apropos Jörfi: er ist in diesem Jahr einer der beliebtesten Reitpferde. Wen wunderts? ;-)

Seit Anfang Juni ist unsere Reittouren Saison in vollem Gange. Wir haben wunderschöne Tage und Stunden im Sattel verbracht, im Schein der Mittsommersonne, im warmen Sonnenschein, im kalten Wind und nassen Regen und gestern erlebten unsere Gäste bei einem abendlichen Ritt im Vesturdalur den Reiz des isländischen Nebels, der die Blicke verschleiert und Elfen und Trolle an den Wegrand zaubert.
Vor uns liegen weitere abwechslungsreiche Wochen mit Ritten in die nähere Umgebung, ins Austurdalur und Vesturdalur, sowie ins Hochland.

Wie sich wahrscheinlich schon überall herumgesprochen hat, grasiert in Island ein Pferdehusten, der wahrscheinlich durch einen Virus ausgelöst wird. Wohl jedes Pferd in Island ist mittlerweile von diesem Virus befallen, das Krankheitsbild fällt jedoch sehr unterschiedlich stark aus. Viele im Winter trainierten Turnier- und Zuchtpferde litten teilweise an sehr starkem Husten, weswegen Anfang Juni das diesjährige Landsmót abgesagt wurde. Wir haben unsere geplante Landsmótwoche aus diesem Grunde durch ein Alternativprogramm erweitert, haben ein paar schöne Ritte unternommen, sind in der Glerhallavík gewandert, haben ein Bad in Grettirs Schwimmbad genommen und besuchten gemeinsam den Zuchttag auf Vindheimamelar. An einem Abend bekamen wir eine sehr interessante und vor allem erfolgreiche Vorführung einer ostheopatischen Behandlung. August Hofmann, nicht nur bekannter Islandpferdezüchter (u.a. Týr vom Rappenhof), sondern auch einer der führenden Ostheopaten, behandelte unser beliebtes Reitpferd Náttfari. Dieser hatte Blockaden im Kiefer, im Hals und Rücken und tat diese mit einem immer stärker werdendem Kopfschlagen kund. Nach der Behandlung war Náttfari bereits am nächsten Tag wie ein ausgewechseltes Pferd. Das Kopfschlagen hatte ein Ende, sein toller Tölt ist wieder da. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis für uns alle.
Weiterhin hatten wir am Wochenende Besuch der deutschen Fotografin Kirsten Haarmann, die unseren Alltag intensiv begleitete und fotografierte. Es entstanden viele wunderschöne Aufnahmen, von denen wir viele bereits bewundern durften und in ein paar Wochen auch auf diesen Seiten präsentieren dürfen.
So wurde die Woche auch ohne Landsmót zu einem tollen Erlebnis für alle Gäste.

Wie in den vergangenen Jahren stehen uns auch in diesem Jahr wieder viele fleißige Helfer während der Sommersaison zur Seite. Darunter gibt es viele bekannte Gesichter, über die sich nicht nur wir, sondern auch unsere Stammgäste freuen. Im Juni unterstützten uns zum wiederholten Male Bella, Jasmin und Jessica. Im Juli stehen uns Corinne und Denise tatkräftig zur Seite. Im August freuen wir uns auf Manu und Maike aus dem "Stammteam". Neben den "alten Hasen" haben wir auch Unterstützung von neuen Mädels. Nachdem Mara im Frühjahr die Jungpferde trainierte, wurde sie von Jana und Laura abgelöst. Die beiden führen mit großer Souveränität unsere Stundenausritte für die Tagesgäste. Laura erweist sich außerdem als rechte Hand von Svenni bei der Heuernte, was der angehenden Landwirtschaftsstudentin sicher an Erfahrungen zu Gute kommen wird.

04.Juni 2010

Frühlingserwachen

Juni - die schönste Zeit des Jahres!
Die Sonne scheint fast rund um die Uhr, Wolken lassen sich dieser Tage nur selten am Himmel blicken. Die Abende bei gleißendem Sonnenlicht sind einfach unvergesslich schön. So langsam werden die Wiesen grüner, die Gräben sind leuchtend gelb mit Sumpfdotterblumen geschmückt. Die Schafe zieht es mit ihren Lämmern auf die Bergwiesen und am Hang sieht man sie nur noch als weiße Punkte leuchten.

Die Hälfte der Fohlen ist bereits geboren und wir freuen uns sehr darüber, dass uns Jörfi mit seinem letzten Fohlenjahrgang noch einmal eine äußerst bunte Fohlenherde beschert hat. Es gibt drei erdfarbene Stuten (von Maistjarna, Mýsla und Vordís) und einen erdfarbgescheckten Hengst von Rauðhetta. Unsere Elitestute Veiga hat uns ein Braunfalbstutfohlen gebracht, dessen Vater der elitegekörte Hengst Fróði frá Staðartungu ist. Auf die restlichen Fohlen werden wir wohl noch ein paar Tage oder Wochen warten müssen und so bleibt uns noch ein bisschen Spannung erhalten.

Unsere Hundefamilie hat sich nun schon ziemlich verkleinert. Drei Welpen haben wir bereits abgegeben und Anfang Juli wird der schokobraune Theo nach Norwegen fliegen. Die hübsche Blíða wird wohl bei uns hängenbleiben :-).

Im Mai hat unsere Reitsaison mit ersten Ausritten begonnen und seit Montag dieser Woche läuft unser erstes Programm für dieses Jahr, die Woche "Frühlingserwachen". Wir haben bereits schöne Ausritte unternommen, einen im Nebel, einen im unvergesslichen Abendlicht und die anderen bei strahlendem Sonnenschein und leichter Brise. Die Pferde werden jeden Tag flotter durch das sprießende Gras und die wachsende Kondition. So sind sie bestens gewappnet für die beginnende Reitsaison.

Der Vulkan gibt übrigens schon seit fast 2 Wochen Ruhe und momentan gibt es keinerlei Anlass zur Sorge, dass der Flugverkehr nach/von Island beeinträchtigt werde könne. Hoffen wir, dass er weiterhin still bleibt.

08.Mai 2010

Fohlen, Lämmer und Welpen

Es ist Mai, was für eine wunderschöne Zeit!
Der Frühling hat mit milden Temperaturen Einzug gehalten, auch wenn man immer noch mit ein paar kühlen Tagen und eventuellem Schnee und Frost rechnen kann. Die Tage sind nun wieder sehr lang und nachts wird es schon gar nicht mehr richtig dunkel. Das Gras fängt ganz zaghaft an zu sprießen. Endlich wieder Grün, ein Balsam für die Seele. Die Jungpferde sind seit ein paar Tagen aus dem Stall entlassen. Sie werden zwar noch etwas weiter trainiert, aber sie geniessen ihren Aufenthalt auf der Weide.

Außerdem wimmelt es bei uns nur so von Tierkindern. Die Lammsaison nähert sich dem Ende und die Lämmer springen fröhlich neben ihren Müttern über ihre Weiden. Auch die ersten Fohlen sind geboren, unter anderem ein Überraschungsfohlen. Im Herbst hatten wir eine Stute für die Reittouren erworben, die uns vor ein paar Tagen ein unverhofftes Fohlen präsentierte (nachdem wir uns ein paar Tage vorher über ihren extrem dicken Bauch wunderten).
Unsere Hundekinder werden immer größer und mobiler und verbringen nun schon mehrere Stunden am Tag draußen. Während Welpenmama Skutla lauthals alle sichtbaren und unsichtbaren Feinde in der Nähe verbellt, tobt Welpentante Orka wild mit der Fünferbande durch die Gegend. Es ist einfach wunderschön dem Hunderudel beim Spielen zuzuschauen und wir werden jetzt schon traurig, dass wir die Welpen bald alle abgeben müssen.

Unsere Reitsaison haben wir mit den ersten Gästen Ende April begonnen und in den kommenden Wochen erwarten wir Schulklassen zu Ausritten.
Wir hoffen, dass sich der Feuer und Asche spuckende Vulkan am Eyjafjallajökull nun endlich beruhigt und die Bauern am Gletscher von weiteren Schäden verschont bleiben. Wir haben bisher zum Glück nichts von der Asche abbekommen, aber vor ein paar Tagen drang dumpfes Donnergrollen über die Berge zu uns ins Tal. Es war die bisher einzige für uns direkt zu erlebende Auswirkung des Ausbruchs (und das reicht uns auch völlig aus!)

25.April 2010

Lammsaison

Es ist wieder soweit: die Zeit der Lämmer ist da! Das heisst für uns: durchwachte Nächte und lange Arbeitstage. Doch allen Anstrengungen zum Trotz geniessen wir diese Tage voller Hoffnung und neuen Lebens, mit viel Gewusel in den Ställen und auf den Wiesen.
Noch hat der Winter seine Brücken nicht abgebrochen und es ist noch sehr kalt, vor allem nachts. Aus diesem Grunde müssen wir praktisch rund um die Uhr Wache schieben, damit frisch geborene Lämmer sofort mit ihren Müttern in den Stall gebracht werden können. Dort können sie abtrocknen und zu Kräften kommen und werden zu gegebener Zeit wieder nach draußen entlassen.
Den Startschuss der Saison gab gestern abend ein älteres Mutterschaf, was bei -5° Celsius und starkem Wind, Drillinge zur Welt brachte. Die Geburt musste sehr schnell erfolgt sein, denn die Mutter schaffte es nicht, ihre Lämmer trocken zu lecken, wodurch sie fast erfroren sind. Svenni fand sie zum Glück noch rechtzeitig und in nächtlicher Aktion saßen wir mit Rotlicht und warmer Milch bewaffnet mit drei frischgeborenen Lämmern die um ihr Leben kämpften, auf dem Küchenboden und päppelten diese auf. Nach drei Stunden waren sie einigermaßen erwärmt und zu Kräften gekommen und wir brachten sie zu ihrer Mutter in den Stall, die Gott sei Dank alle Lämmer sofort wieder annahm und keines verstiess. Nach weiteren drei Stunden hüpften sie bereits fröhlich in der Box umher. Das war doch der schönste Lohn für die anstrengenden Stunden der Nacht und die heutige Übermüdung.
Auch unsere Hundebabies wachsen und gedeihen (besonders Theo ;-)). Sie springen und hüpfen wie wild durch die Gegend, wenn man das Hundezimmer betritt und in ein paar Tagen werden sie wohl draußen mit uns um die Wette flitzen. Für drei der Welpen habe ich bereits ein neues zuhause gefunden und sicher wird es schwer, sie in ein paar Wochen abzugeben. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit und wir geniessen die fröhliche Meute.

Nachdem der Vulkan im Eyjafjallajökull ganz Europa für ein paar Tage lahm gelegt hat, beruhigt er sich zum Glück etwas. Die Bauern in den am schlimmsten von der Asche betroffenen Gebieten (direkt am Gletscher) können wieder aufatmen, auch wenn die Folgen des Ascheregens noch über Monate oder Jahre für sie zu spüren sein werden.
Wir alle hoffen, dass der Ausbruch nun bald ein Ende hat und sich die Situation für Menschen, Tiere und Wirtschaft wieder normalisiert.

16.April 2010

Feuer, Eis und Asche

Immer wieder sorgt Island für Schlagzeilen, dabei ist es doch nur so eine kleine Insel im Nordatlantik. Egal ob Eisbären, Finanzkrise oder Vulkanausbrüche: Island ist klein, aber oho!
Ständig erreichen uns besorgte Mails und Anrufe, um zu hören, wie wir vom Vulkanausbruch betroffen sind. Deswegen will ich hier kurz ein paar Zeilen dazu loswerden.
Für die, die sich nicht so gut mit den örtlichen Gegebenheiten auskennen, sei vorangestellt, dass der Ausbruch im Süden Islands ist und wir uns im Norden Islands befinden. Aus diesem Grunde gibt es für uns weder Gefahr durch Wasserfluten noch durch eventuelle Lavaströme.
Das einzig Bedenkliche ist die Asche, da sie einen großen Anteil an Flour enthält, der bei der Aufnahme in großer Konzentration hochgiftig ist, bzw. zu großen Schäden in Knochen und Zähnen führen kann. Durch die hohe Konzentration wird dem Organismus Kalk entzogen, was wiederrum zu Mangelkrankheiten führt. Das betrifft vor allem die Tiere, die sich ja in keiner Weise selbst vor der Aufnahme schützen können.
In den bisher von der Asche betroffenen Gebieten in Südostisland hat man schnellstens alle Schafe eingestallt. Ein Problem gibt es natürlich mit den großen Pferdeherden, die unter freiem Himmel leben. Dabei führt nicht nur der Flourgehalt zu Problemen, sondern auch die Eigenschaften der Asche als sich, besonders der Asche, die nah am Ausbruch fällt. Da sie scharf wie kleine Glassplitter ist, wirkt sich das auf Atem- und Verdauungswege aus und führt zu starken Reizungen der Augen. Es wird nun versucht, Pferde in anderen Landesteilen unterzubringen und auch wir werden ein paar Jungpferde in den nächsten Tagen bei uns aufnehmen. Bleibt nur zu hoffen, dass wir verschont bleiben von einem Ascheregen.

Auf der Website des Ministeriums für Tourismus gibt es aktuelle, englischsprachige Informationen zum Vulkanausbruch und seine Auswirkungen auf das Leben und den Tourismus in Island. Für alle, die es interessiert ist hier der Link!

12.April 2010

April, April...

... der weiß nicht, was er will! Mal Regen und mal Sonnenschein, mal schneit es tüchtig zwischendrein....Genau so geht es bei uns momentan zu. Heftige Schneefälle zu Ostern, extremes Tauwetter ein paar Tage später mit heftigen Tauwasserbächen quer über den Hof. Aber alles in allem ist es nun mild und trocknet dank starkem Wind gut ab und wenn man die Nase in den Wind hält, dann riecht man ihn: den Frühling!
Das Osterlämmchen wächst und gedeiht, ebenso wie unsere Hundebabies. Seit gestern haben sie die Augen offen und fangen langsam an, sich laufend vorwärts zu bewegen. Wir können uns immer nur schwer von ihrem Anblick trennen, wenn sie übereinander gestapelt liegen und schlafen, sich recken und strecken...
Auch das Jungpferdetraining geht sehr gut voran. Der Stall ist nun fast bis auf den letzten Platz gefüllt und wir haben jede Menge zu tun. Seit Anfang März unterstützt uns dabei Thea aus Norwegen und seit einer Woche ist noch Mara aus Hamburg bei uns.
Leider habe ich es immer noch nicht geschafft, eine Galerie für dieses Halbjahr einzurichten. Mir fehlt einfach momentan die Zeit, sowohl zum Fotografieren als auch zum Einstellen der Bilder. Die Verkaufspferdeseite habe ich ein bisschen bearbeitet, von Tinni gibt es nun zwei Videos zum anschauen. Unser schöner Rappe Vordagur hat nun auch eine neue Besitzerin gefunden und er ist von der Verkaufseite auf die Seite der verkauften Pferde gerutscht. Ganz dringend müssen noch zwei gerittene Stuten mit auf die Verkaufseite genommen werden und ich hoffe, dass ich das alles schaffe, bevor es in knapp zwei Wochen mit der Lammsaison losgeht.
Auch bei den freien Kapazitäten für den Sommer hat sich wieder einiges getan und es sind nur noch ein paar Plätze für die Touren im August frei. Hier finden sich die freien Kapazitäten.

05.April 2010

Richtig frohe Ostern!

Nun ist das Osterfest schon wieder vorbei und meine Grüße damit etwas zu spät, aber ich hoffe, alle unsere Leser haben ein schönes Osterfest verbracht.
Unser Osterfest war sehr schön, nicht nur froh, sondern auch mächtig weiß. Seit Karfreitag haben wir den Winter in voller Stärke zurück und mit Schnee, wie wir ihn den ganzen Winter nicht gesehen haben. Aus diesem Grunde wurden die Ostereier wieder einmal im Wohnzimmer gesucht, statt im Freien, aber das sind wir ja gewohnt :-)
Nun aber zur Aufklärung, warum unser Osterfest besonders froh war. Am vergangenen Mittwoch hat unsere Hündin Skutla fünf gesunde und kräftige Welpen zur Welt gebracht. Das sorgte für viel Freude in den vergangenen Tagen, ganz besonders natürlich bei Júlíus, der sich gar nicht satt sehen kann an den süßen kleinen Geschöpfen.
Als ich dann heute morgen in den Stall zum Füttern ging, erwartete mich eine ganz besondere Überraschung: ein Osterlamm! Völlig unerwartet früh hatte eines unserer Jährlingsschafe das große, kräftige Lamm zur Welt gebracht. Da war wohl im November ein Böckchen unbeobachtet unterwegs, denn die Zeit zur Lammsaison beginnt offiziell erst in drei Wochen. Die Ankunft des Lämmchens sorgte natürlich für einen fröhlichen Tag!
Heute hat uns außerdem die zweijährige Farsæl-Jörfi Tochter Salka-Valka in Richtung Deutschland verlassen. Wir wünschen ihr und ihren neuen Besitzern viele schöne gemeinsame Jahre.

Vom Vulkanausbruch im Süden Islands gibt es nicht sehr viel Neues zu berichten. Es handelt sich immer noch um einen sehr eindrücklichen "Bilderbuchausbruch" mit unheimlich viel glühender Lava. Der Ausbruch lockt Tausende von Neugierige in seine Nähe. Wir vergnügen uns allerdings mit den wirklich tollen Aufnahmen, die man im Internet findet, zum Beispiel hier! Klickt auf die blauen Links zu den Videos und geniesst die Bilder! Sie sind wirklich einmalig schön!

22.März 2010

Vulkanausbruch in Südisland

Island hat in den vergangenen Tagen seinem Namen als "Insel aus Feuer und Eis" wieder einmal alle Ehre gemacht.
Wie sicher jeder Islandinteressierte mitbekommen hat, ist im Süden Islands ein Vulkan ausgebrochen. Erste Befürchtungen, dass die Ausbruchspalte unter dem Gletscher Eyjafjallajökull liege, bestätigten sich nicht. Die Spalte liegt allerdings zwischen den Gletschern Eyjafjallakökull und Mýrdalsjökull, auf einem nicht vergletschterten Bergpass namens Fimmvörðuháls. Über diesen Pass führt einer der beliebtesten Wanderwege Islands von Þórsmörk nach Skogar und aller Wahrscheinlichkeit nach wird dieser in Zukunft nicht mehr passierbar sein.

Der Ausbruch nahm seinen Anfang kurz vor Mitternacht in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Wir erfuhren gegen 01.00 Uhr nachts davon, als die Meldung über den Fernsehbildschirm kam. Gespannt verfolgten wir einige Stunden im Radio die Entwicklung der Lage. Es war unglaublich, wie schnell die Evakuierungspläne durchgesetzt wurden und Informationen über das Radio kamen. Erste Interviews mit den "Entdeckern" des Ausbruchs, mit Experten und Rettungsdiensten. Spekulationen über den genauen Ort des Ausbruchs. Die Meldungen nahmen uns gefangen und ab morgens um 08.00 Uhr gab es erste Bilder im Fernsehen.

Läge die Ausbruchspalte unter dem Gletscher hätte es gleich nach Ausbruch die akute Gefahr eines Wasserlaufes vom Gletscher gegeben. Dieses war aber zum Glück nicht so und so besteht momentan die größte Sorge im Ascheregen, der teilweise giftige Stoffe enthalten kann. Das stellt eine große Gefahr für die Tiere dar, die unter freiem Himmel leben und teilweise nur weiden und nicht zugefüttert werden. Deshalb wurden nun einige Pferdeherde in andere Gebiete transportiert oder mit ausschliesslicher Heufütterung begonnen. Die Schafe wurden auf den Höfen in die Ställe gebracht, wo sie vor der Asche geschützt sind.

Es wurde schon seit geraumer Zeit mit einem Ausbruch des Vulkans unter dem Eyjafjallajökulls gerechnet und genaue Messungen durchgeführt. Allerdings kamen der Zeitpunkt und der Ort des Ausbruchs trotzdem überraschend, da es in den vergangenen Tagen kaum messbare Erdbeben gab.
Der Vulkan ist seit Besiedlungszeiten dreimal ausbrochen. Und zwar in den Jahren 920, 1612 und 1821-23. Alle diese Ausbrüche stehen zeitlich in direktem Zusammenhang mit Ausbrüchen der Katla, die unter dem Gletscher Mýrdalsjökull liegt und als der grimmigste Vulkan Islands gilt. Es wird davon ausgegangen, dass es in absehbarer Zeit einen Ausbruch der Katla geben wird. Katla ist das letzte Mal 1918 ausbrochen und es ist ihre bisher längste Ausbruchspause (in belegbarem Zeitraum). Ein Ausbruch der Katla könnte also sehr heftig werden, da der Vulkan zum einen unter dem Gletscher liegt und innerhalb kürzester Zeit riesige Wassermassen freigesetzt werden. Zum anderen könnte es zu sehr großen Ascheausbrüchen und der Freisetzung von Giftstoffen (z.B. Flour) kommen.....Nunja, ich will hier keine Katastrophen voraussagen und niemand weiß überhaupt wohin sich der momentane, eher kleine Ausbruch entwickeln wird. Hoffen wir einfach darauf, dass es zu keinen großen Bedrohungen von Menschen und Tieren kommt.

Die nebenstehenden Fotos habe ich von der Seite des Isländischen Fernsehen/Radios www.ruv.is. Für Interessierte finden sich dort etliche weitere Bilder und Videos, sowie auch teilweise englische Informationen über den Ausbruch.

19.März 2010

Milder März

Auf die knackig kalten Tage des Februars folgten milde Tage im März.
Natürlich ist es ein angenehmes Gefühl, einen ersten Hauch von Frühling zu spüren (auch wenn dieser Hauch noch trügerisch ist). Allerdings heißen milde Tage, dass der Schnee schmilzt. Die hart gefrorene Erde läßt das Wasser nicht wegsickern. Anstatt Schnee kommt Regen vom Himmel und das Resultat ist: Matsch, Matsch und nochmals Matsch!
Unser Paddock ist zum Reiten und Longieren momentan nicht mehr benutzbar, aber zum Glück sind die Jungpferde so brav, dass sie alle ohne Ausnahme ausgeritten werden können. Es ist kaum möglich über eine Wiese zu gehen, ohne einzusinken und die Grasnarbe zu zertreten. Wie es aussieht, wenn der Traktor mit Heuballen beladen über Wiesen oder auf Wegen langfährt, brauch ich sicher kaum erwähnen.....
Nun aber genug gejammert. Ansonsten geht es bei uns wieder bergauf. Svenni ist weiter auf dem Weg der Besserung und Júlíus ist schon im Osterfieber. Nikki, die uns nach ihrem unvergleichlichen Einsatz während der turbulenten Februarwochen, Anfang März wieder verlassen musste, um ihrem Beruf als Tierärztin nachzugehen, hat mittlerweile eine Nachfolgerin. Thea, die Schwester unserer langjährigen Mitarbeiterin Stina, unterstützt uns nun bei der Jungpferdearbeit. Wir sind sehr zufrieden mit dem Voranschreiten des Trainings und stolz auf unsere "Kleinen".
Sobald ich es schaffe, werde ich mal wieder die Verkaufspferdeseite überarbeiten müssen. Nun gibt es nämlich endlich wieder ein paar mehr gerittene/angerittene Pferde zum Verkauf!
Anfang März haben wir unsere altbewährten Handwerker da gehabt, um an unseren Schafstall einen Anbau zu machen, der schon seit Jahren mit Grundmauern vorgesehen war, aber bisher nie entstand. Nun haben wir eine richtig tolle Scheune an unserer "Bragga", die noch aus den Nachkriegsjahren stammt und ursprünglich in Keflavík als Soldatenunterkunft diente. In diesem Anbau haben wir Platz für ein paar Heuballen und können dort einige Boxen installieren, die wir während der Lammsaison gut gebrauchen können.

27.Februar 2010

Kalter Februar

Bevor der Februar 2010 sich verabschiedet, möchte ich wenigstens noch eine News in diesem Monat schreiben. Treue Leser haben sich sicher schon gewundert, warum es in der letzten Zeit keine Neuigkeiten von uns gab und ich bitte dies zu entschuldigen.
Der Monat Februar begann damit, dass Svenni bei einem Unfall ziemlich schwer verletzt wurde und knapp 2 Wochen im Krankenhaus lag. Mittlerweile ist er wieder zu Hause und auf dem Weg der Besserung.
Für mich bedeutete dies in den letzten Wochen doppelte Arbeit, da ich Svennis Arbeiten komplett übernehmen musste. Das erforderte einiges an Organisation für den Tagesablauf, aber es hat eigentlich ganz gut geklappt.
Für Nikki bedeutete es, dass sie die Jungpferdearbeit fast vollständig alleine übernehmen musste. Sie hat das mit Bravour gemeistert und kommt jeden Tag zwar erschöpft aber mit einem Strahlen im Gesicht vom Stall.
Wettermäßig hatten wir sehr viel Glück. Zwar war es an einigen Tagen sehr kalt, aber meistens windstill und sonnig und somit perfekte Bedingungen zum Reiten (und Heuballen ausfahren). Und ein bisschen Schnee haben wir nun letztendlich auch noch abbekommen :-)

Die Buchungen für den kommenden Sommer laufen noch immer auf Hochtouren. Im Juli haben wir nur noch in der Woche vom 12.-18.7. (Austurdalur ud Reiten & Erleben) ein paar Restplätze, ansonsten sind alle Programme von Mitte Juni bis Ende Juli ausgebucht. Auch der August füllt sich stetig. Wir freuen uns über diese zahlreichen Buchungen von vielen "alten", wie auch neuen Gäste.

Ich hoffe, dass ich im März wieder mehr und ausschliesslich positive Dinge zu berichten habe!

31.Januar 2010

Wintertage = Pferdetage

Unser momentane Alltag steht ganz im Zeichen der Pferde. Natürlich sind die Pferde für uns zu jeder Zeit im Jahr ein wichtiger Lebensinhalt, aber wenn der Stall voller Pferde ist, dann dreht sich das Tagesgeschehen kaum um etwas anderes, als die Pferde. Fütterungszeiten bestimmen den Tagesrhytmus. Früh aufstehen ist angesagt und Füttern, Misten, Reiten und Pflege stehen auf der Tagesordnung.

Unsere momentane Stallbesetzung besteht aus einigen Jungpferden, die wir gerade anfangen zu reiten (z.B. der knuffige Hljómur, der verschmuste Stelkur und die gewitzte Hrísla), sowie aus denen im letzten Winter angerittenen Wallachen Penni (der ein potentielles Pferd für unsere Reittouren ist, wenn er uns nicht auch abgeschwatzt wird, wie sein jüngerer Bruder Þráður, der uns vor 3 Jahren unter dem Decknamen Klausi in Richtung Deutschland verließ), dem imposanten Vordagur, einem Sohn von Vordís und dem 5-Gang-Weltmeister Tindur frá Varmalæk und dem bildschönen Fuchsschecken Ægir.
Desweiteren haben wir Tinni zur Erfüllung des Spaßfaktors und Hátið als Arbeitspferd und Kindermädchen eingestellt. Ein paar weitere Jungpferde kommen in den nächsten Tagen hinzu.
Wir haben also alle Hände voll zu tun und sind praktisch den ganzen Tag im Stall. Seit zwei Tagen haben wir auch die tatkräftige Unterstützung von Nikki.
Júlíus geniesst es an den Wochenenden zwischen seinen Jungpferden zu spielen und es ist beeindruckend zu sehen, wie aufgeschlossen diese ihm gegenüber sind. Sein Tvistur ist dabei natürlich die Krönung des Ganzen und man kann kaum beurteilen, wer nun eigentlich mehr strahlt!

Schafe haben wir natürlich auch noch! Hinter dem Pferdestall haben die Lämmer aus 2009 ihren Stall. Meist halten sie sich allerdings außerhab des Stalles auf, knabbern am Heu, liegen kauend nebeneinander oder hüpfen bockend wie beim Fangenspielen durch die Gegend. Sie sind in diesem Jahr besonders zutraulich und folgen öfters mit gespannten Blicken durch den Zaun unserem Tun im Paddock mit den Pferden zu.

Kaum zu glauben, aber wahr: es liegt kein bisschen Schnee bei uns! Seit zwei Tagen haben wir allerdings Frost und der Boden ist ziemlich hart gefroren. Na, der Winter ist noch lange genug, er wird uns schon noch einholen. Auf jeden Fall geniessen wir dir momentane wetterfriedliche Zeit und schicken allen eingeschneiten Mitteleuropäern unsere besten Grüße von der schneelosen Insel im Nordatlantik!

20.Januar 2010

Dies und das im Januar

Wie einige von euch sicher festgestellt haben, hatten wir in der letzten Zeit massive Probleme mit unserem Gästebuch. Die Spameinträge wurden immer mehr und zeitweise konnten wir diese nicht mehr löschen. Aber dem hat nun ein Ende und seit heute morgen haben wir ein neues Gästebuch. Wir hoffen, dass viele von euch dort einen Gruß hinterlassen werden, damit andere etwas zum schmökern haben und wir vielleicht ein paar Anregungen bekommen. Über Lob freuen wir uns natürlich auch immer riesig :-)
Die Einträge aus unserem alten Gästebuch werden wir sichern und in einem Archiv unterbringen. So bleiben eure vielen Einträge erhalten und können bei Interesse nachgelesen werden.

Wir haben die letzten zwei Wochen unsere Jährlinge abwechselnd in den Stall geholt und ihnen eine Trainingseinheit zugute kommen lassen. Vor ein paar Tagen haben wir die letzten entlassen und dafür die ersten Fohlen abgesetzt. Nach anfänglichem Jammern und Schluchzen hatten sie sich aber schon am nächsten Tag gefangen und vergnügten sich miteinander in ihren Boxen. Am Tag darauf begann der Ernst des Lebens und sie wurden zum ersten Mal aufgehalftert und angebunden. Diese Prozedur haben wir dreimal wiederholt und morgen erwartet sie wieder die frische Luft und weite Wiesen. Zwar ohne Mama, aber um viele Erfahrungen reicher.
Es macht sehr viel Spass die Fohlen kennen zu lernen und Charakterzüge zeigen sich (wie bei Kleinkindern) schon sehr ausgeprägt. Mýslas Mósart zum Beispiel hat immer die Nase vorn und ist ein kleiner Spitzbub, dabei aber grundehrlich. Silgjas Bjartur ist super lieb und ausgeglichen und drängt sich nie in den Vordergrund. Rauðhettas Scheckfohlen Fákur ist sehr besonnen und hat eine tolle Ausstrahlung. Freistings Huginn scheint ein durch und durch kompaktes und stabiles Pferd zu sein, körperlich, wie geistig. Die stolze Gullbrá von Maistjarna enpuppte sich als sehr zugänglich und interessiert.
Demnächst werden dann die anderen Fohlen abgesetzt.

Ansonsten bleibt noch zu berichten, dass die Buchungen für den nächsten Sommer auf Hochtouren laufen und einige Termine im Juli so gut wie ausgebucht sind. Wir freuen uns sehr über den regen Zuspruch von vielen neuen Besuchern, aber auch von vielen "alten" Gästen.

10.Januar 2010

Ein neues Jahr

Das neue Jahr ist bereist ein paar Tage alt und endlich komme ich dazu, eine neue News Seite einzurichten, die wie immer halbjährlich neu gemacht wird. Die alte Newsseite wandert ins Archiv (siehe oben).

Aber nun will ich ersteinmal allen Lesern, Freunden und Gästen in unser aller Namen, ein gesundes und glückliches neues Jahr wünschen. In isländischer Tradition bedanken wir uns für das alte Jahr: für eure Besuche, für all die schönen gemeinsam verbrachten Stunden im Sattel oder beim Gespräch, die vielen Kontakte per Mail oder Telefon, für eure stete Treue und auch den Mut, das vielleicht erste Mal nach Island zu kommen. Für das Vertrauen in uns, für den Kauf eines (oder mehrerer) Lýtingsstaðir Pferde, für Hilfe und Mitarbeit....und die Liste ließe sich noch fortsetzen.
Nun freuen wir uns auf ein neues, hoffentlich für uns alle sehr schönes und glückliches Jahr. Für uns ist es ein Jubiläumsjahr, denn wir blicken nun auf 10 erfolgreiche Jahre als Reittourenveranstalter und Reiterhof zurück!

Das neue Jahr beginnt bei uns eher ruhig. Wir haben alle Pferde nun auf ihren entsprechenden Winterweiden, wo sie grasen dürfen und Heu bekommen. Im Stall steht der 2004er Jahrgang und der 2005er kommt Ende Januar hinzu, wenn Nikki als tatkräftige Unterstützung für ein paar Wochen zu uns stößt.
Nach einem kurzen Weihnachtsschnee-Intermezzo sind wir seit gestern wieder schneefrei (während das europäische Festland im Schnee versinkt). Seit ein paar Tagen läßt sich auch die Sonne wieder über den Berggipfeln blicken und es gibt traumhaft schöne Sonnenaufgänge und ganz tolle Farben am Himmel.

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