Zucht und Verkauf - Zuchthengste

Die Auswahl der zur Zucht genutzten Hengste richtet sich meist nach dem Angebot innerhalb des Skagafjörður oder eines angrenzenden Gebietes.
Das Angebot ist riesig, reicht von jungen Hoffnungsträgern über frisch gekörte Hengste bis zu altbewährten Stars.

Hier einige Namen von Hengsten, die wir in den letzten Jahren genutzt haben:

In den letzten vier Jahren haben wir für einen Teil unserer Stuten unseren eigenen jungen Hengst Jörfi genutzt. Jörfi ist ein Sohn von unserer gekörten Stammstute Drottning und dem Elitehengst Smári frá Skagaströnd.

Jörfi

Jörfi frá Lýtingsstöðum

1. Juni 2003 - Jörfi erblickt das Licht der Welt

Schon in den ersten Tagen erweckt der kleine Hengst unsere Aufmerksamkeit.
Seine Mutter Drottning ist die wichtigste Stute in unserer Zucht, sein Vater Smári hat sich bereits als Zuchthengst mit hohen Körnoten und elitegekörter Nachzucht bewiesen. Da Drottning Träger des Crémegens ist, kam es zur Erdfarbe von Jörfi.
Jörfi ist von Anfang an sehr neugierig und aufgeschlossen und besticht mit seinem schönen Gebäude, flüssigen Gängen und natürlich seiner tollen Farbe.

Januar 2004 - Der erste Winter

Jörfi wird zum Jahreswechsel abgesetzt und verbringt seinen ersten Winter in der Absetzerherde.
Auf dem Bild ist er links zu sehen. Rechts von ihm seine ein Jahr ältere, erdfarbene Schwester Hulda.

Sommer 2004 - Die ersten Deckerfahrungen

Bereits mit einem Jahr stellen wir Jörfi 3 Stuten zur Verfügung, mit denen er eine Zeit lang Erfahrungen sammeln darf. Unsere beliebte Stute Òsk ist eine von ihnen. Sie nimmt auf und trägt Jörfis erstes Fohlen (Sunna) aus.

Winter 2005 - Babysitter

Jörfi darf seine Jugend gemeinsam mit den Fohlen von 2004 geniessen. Er ist ein sehr liebevoller Babysitter.

Mai 2005 - Posierender Junghengst

Der Frühling naht und Jörfi zeigt ein wachsendes Interesse an den Stuten auf der Nachbarkoppel. Bald ist es soweit und er erhält seine erste große Stutenherde.

Juli 2005 - Der erste Nachwuchs

Im Juli wird Òsk´s Fohlen geboren. Es ist eine hübsche erdfarbene Stute mit Blesse. Wir freuen uns riesig über die kleine Pferdedame und sie erhält von uns den Namen der Sonne: Sunna.
Das Bild zeigt Sunna im September, bereits im Herbstkleid.

Winter 2006 - Der dritte Winter

Den Winter darf Jörfi wieder mit den Fohlen des Vorjahres verbringen. Die kleine Herde ist nah am Haus und wir erfreuen uns jeden Tag an diesem hübschen und freundlichen Pferd, welches uns gerne begrüßen kommt.

Mai 2006 - Junghengstbeurteilung

Anfang Mai kommen zwei Zuchtrichter, um Jörfi zu begutachten. In seiner Bewertung werden besonders seine sehr gute Oberlinie (Hals, Rücken, Kruppe) und die kräftigen Beine gelobt. Wir bekommen die Empfehlung, ihn als Hengstanwärter weiter großzuziehen. Das Urteil bestätigt unsere eigene Meinung.

Sommer 2006 - Decksaison

Zwischen Ende April und Ende August kommt Jörfis erster "richtiger" Fohlenjahrgang zur Welt. Die Farben sind vielfältig. Es gibt Erdfarbene, Isabelle, Rappen, anscheinend mit und ohne Crémegen, Fuchs und Braun. Alle blicken sie interessiert und neugierig in die Welt und zeigen schöne Gänge. Jörfi bekommt für den Sommer wieder seine Stutenherde.

Herbst 2006 - Ferien

Den Herbst verbringt Jörfi mit seinem Halbbruder Tenor (ebenfalls ein Hengst) auf einer üppigen Weide und kann sich so von der Decksaison erholen und Kraft sammeln. Vor ihm liegt die erste anstrengende Arbeitsphase in seinem Leben und darauf soll er bestmöglichst vorbereitet sein.

Januar 2007 - Einreiten

Der Ernst des Lebens beginnt für Jörfi. Anfang Januar wird er eingeritten. Er zeigt sich absolut problemlos und kooperativ, sowohl im Umgang, als unter dem Sattel. Bereits beim 3.Aufsitzen können wir mit ihm ausreiten. Nach knapp vier Wochen ist er gut ausbalanciert, kann auf Hilfe antraben, antölten und angaloppieren und aus jeder Gangart und jedem Tempo sofort durchparieren.
Jörfi hat einen starken Trab, einen taktklaren Tölt und einen schön gesprungenen Galopp. Am Pass haben wir noch nicht gerührt, aber wir sind uns ziemlich sicher, dass er vorhanden ist.
Jörfi ist nachgiebig im Genick, hat eine super Aufrichtung und sehr schöne Bewegungen. Jörfi zeigt keinerlei Allüren und ist ein Pferd zum Wohlfühlen.
Wir gestalten das Training sehr durchdacht, um ihn nicht zu überfordern und ihm die Freude an der Arbeit zu nehmen.

Winter 2007 - Jörfi wird ein Reitpferd

Wir erfreuen uns an unserem unproblematischen Hengst mit dem super Charakter und den tollen Gängen.
Jörfi geht sowohl alleine im Gelände fleißig vorwärts, als auch in der Gruppe. Auch das gemeinsame Ausreiten mit Stuten stellt kein Problem dar.
Bis zum April ist er in leichtem Training, danach wird er entlassen. Wir finden, dass er sehr viel in den vergangenen Wochen gelernt hat und eine Pause verdient hat. Vor der kommenden Decksaison muss er außerdem noch etwas Kräfte sammeln.

Frühling/Sommer 2007 - Fohlennachwuchs und Decksaison

Am 13.April kommt das erste Fohlen des Jahres zur Welt. Im Mai und Juni folgen weitere Fohlen. Wieder ist Jörfis Fohlenherde buntgemischt, von gescheckt bis isabell ist (fast) alles dabei.
Doch nicht nur die schönen Farben stechen ins Auge, sondern auch die hohe Aufrichtung und die gesamte Ausstrahlung der Fohlen.
Während die Kleinen auf den sommerlichen Wiesen wachsen und gedeihen, kümmert sich Jörfi um die Mütter, damit es im nächsten Jahr wieder Nachwuchs gibt.
Jörfi geniesst sein Leben und heißt alle Besucher auf der Fohlenweide herzlich willkommen. Immer wieder ist er Fotomotiv unserer Gäste. Wen wundert´s?

Herbst 2007 - Die ersten Jörfi-Exporte

Im November verlassen die ersten Jörfi Nachkommen das Land. Die Stuten Þyrnirós und Ösp sind nach Schweden verkauft. Wir bereiten sie auf die lange Reise vor und wiederholen das nach dem Absetzen erlernte Führen und Anbinden. Beide Stuten sind sehr kooperativ und innerhalb kürzester Zeit sehr zutraulich und folgen uns überall hin. Den Transport überstehen sie bestens und erobern gleich nach ihrer Ankunft die Herzen ihrer neuen Besitzer.

Jörfi geniesst derweil noch seine Ruhe auf der Herbstweide, bevor er Anfang Dezember wieder eingestallt wird.

Winter 2008 - Der zweite Trainingswinter

Wir setzen Jörfis Training fort. Jetzt ist er bereits ein kräftiger Hengst und kann mehr Training und Ausbildung vertragen. Wir arbeiten an den Gängen und an der Durchlässigkeit und sind zufrieden mit ihm. Ein paar Mal legt ihn Svenni in den Rennpass, aber wir legen unser Hauptziel ersteinmal auf das Training von Tölt, Trab und Galopp.
Unter dem Sattel und auch im Umgang ist Jörfi weiterhin ein Musterknabe!

Frühjahr 2008 - Der nächste Fohlenjahrgang und Decksaison

In diesem Frühjahr sind alle Fohlen von Jörfi. Die Herde ist sehr farbenfroh, ausgelassen und neugierig.
Jörfi bekommt einen Großteil der Stuten wieder zum Decken!

Sommer/Herbst 2008 - Jörfi und sein Sohn

Jörfi verbringt den Sommer und den Herbst auf der Weide, gemeinsam mit seinem erdfarbenen Sohn Blossi. Blossi wurde bereits als Fohlen verkauft und geht als Hengstanwärter im Frühjahr 2009 nach Finnland. Die Beiden unterscheiden sich kaum in ihrem Aussehen und sind beliebtes Fotomotiv für unsere Gäste!

Winter 2009 - Jörfis erste Tochter

Im Januar beginnen wir mit dem Anreiten von Jörfis erstem Nachkommen, der hübschen erdfarbenen Stute Sunna (geboren 2005, Mutter: Òsk). Sunna ist ein Ausnahmepferd mit sehr guten Gängen und einem einmalig tollen Charakter. Wir haben viel Freude an ihr und hoffen, dass auch die weiteren Jörfikinder so super werden.

Frühjahr 2009 - Letzte Decksaison

Im Mai und Juni bekommt Jörfi noch einmal einige Stuten zum Decken. Es wird seine letzte Decksaison sein, denn wir haben uns schweren Herzens dazu entschlossen, ihn kastrieren zu lassen. Trotzdem sind wir weiterhin von Jörfis sehr guten Eigenschaften überzeugt und sind glücklich, eine große Nachkommenschaft von ihm zu besitzen

Herbst 2009 - Ein Leben als Wallach

Nach der erfolgreichen Kastration Anfang Juli erhält Jörfi 2 Monate Ruhe und darf seinen Platz in der Reitpferdeherde finden. Die Integration in die gemischte Herde klappt ohne Zwischenfälle, aber natürlich scharen sich die Reitpferdedamen um den bisher für sie unerreichbaren Jörfi. So verbringt Jörfi einen entspannten Sommer und wird Anfang September nochmal einmal beschlagen und leicht trainiert. Auch als Wallach ist er leichtrittig und natürlich noch immer wunderschön :-)
Nach der kurzen Trainingseinheit wird Jörfi mit auf die große Bergwiese entlassen, die er zum ersten Mal in seinem Leben betritt und deren Weite er geniesst.

Zum Seitenanfang

Hinweis:

Die Bilder auf unserer HP sind alle mit dem Copyright ihrer Ersteller versehen. Wir bitten Sie, Bilder nicht ohne unserer ausdrücklichen Erlaubnis zu kopieren und weiter zu verwenden. Vielen Dank für ihr Verständnis.